Dolmetscherpool am UKE

Am 27. April 1998 hat die Bürgerschaft beschlossen: Es ist zu gewährleisten, dass der Dolmetscherdienst im UKE als eigenständiges Projekt erhalten bleibt (Drucksache 16/763).

Inzwischen ist zu erfahren, dass die Leitung des UKE den Dolmetscherdienst an einen privaten Träger übergeben hat.

Die folgenden Antworten beruhen auf der Grundlage von Angaben des UKE:

Nach der 1995 begonnenen Aufbauphase eines Dolmetscherdienstes am UKE wurde eine geeignete Lösung für den routinemäßigen Dauerbetrieb des Dienstes gesucht. Es sind dazu verschiedene Modelle in Betracht gezogen worden. Im Ergebnis hat sich das UKE dafür entschieden, über eine Ausschreibung einen kompetenten Partner zu suchen, der den Dienst nach den in der Aufbauphase entwickelten Vorgaben und Erwartungen des UKE weiterführt. Ein solcher Partner ist mittlerweile gefunden und unter Vertrag genommen worden.

Dies vorausgeschickt, beantwortet der Senat die Fragen wie folgt.

1. Sind mit dieser Übergabe auch die Leitungsfunktionen einschließlich des Monitoring, der Betreuung der Dolmetscherinnen und Dolmetscher, der Qualitätskontrolle und der Supervision abgegeben worden?

Ja. Die Aufgabe ist vollständig an das Unternehmen vergeben worden, dessen Bewerbung den in der Ausschreibung aufgestellten Kriterien am besten entsprach.

2. Wenn ja: Wie werden vom UKE die bisher gewahrten Standards in diesen Funktionen sichergestellt?

Die Qualität der Gesamtleistung im Sinne der bisher geltenden Standards ist vertraglich vereinbart. Die Kontrolle erfolgt über die Rückmeldungen der einzelnen Einheiten, die den Dolmetscherdienst in Anspruch nehmen.

3. Wer ist Ansprechadresse für die Dolmetscherinnen und Dolmetscher im Fall von Klagen und Konflikten?

Vertragspartner der Dolmetscherinnen und Dolmetscher ist das beauftragte Unternehmen. Selbstverständlich ist es den Dolmetscherinnen und Dolmetschern unbenommen, sich in Konflikt- und Beschwerdefällen, die das Erbringen der Leistung betreffen, an das UKE zu wenden.

4. Wie haben sich nach der Umstellung die Preise für die Dolmetscherleistungen entwickelt, wenn ­ wie erwünscht ­ auch andere Gesundheitseinrichtungen auf den Dolmetscherpool zurückgreifen?

In der Aufbauphase bestand für UKE-Externe die Möglichkeit, den Dolmetscherpool zu den reinen Honorarkosten zu nutzen, da das UKE die Overheadkosten allein getragen hat. Diese Quersubventionierung ist mit der Vergabe der Aufgabe entfallen. Andere Gesundheitseinrichtungen können die Dienste der Dolmetscherinnen und Dolmetscher, die das Partnerunternehmen am UKE einsetzt, nutzen, indem sie ebenfalls mit diesem Unternehmen entsprechende Verträge schließen.