Arbeitsplätze in Hamburg im Zusammenhang mit dem Airbus A380

Betreff: EADS-Werkserweiterung (2) - Arbeitsplätze in Hamburg im Zusammenhang mit dem Airbus A380.

Hamburg investiert derzeit erhebliche Finanzmittel, um Flächen für die Werkserweiterung von EADS im Mühlenberger Loch zu schaffen. Der Erste Bürgermeister hat anlässlich einer Werksbesichtigung bei EADS in Finkenwerder erklärt, in absehbarer Zeit würden im Zusammenhang mit dem Airbus A380 in Finkenwerder 1500 Arbeitsplätze entstehen. In vorherigen Äußerungen des Senats war bisher von 2000 direkten und zusätzlich 2000 indirekten Arbeitsplätzen die Rede.

Ich frage den Senat:

1. Wie viele direkte neue Arbeitsplätze werden nach der Erwartung des Senats in den nächsten drei Jahren im EADS-Werk Finkenwerder im unmittelbaren Zusammenhang mit der Fertigung und Auslieferung des A380 entstehen?

Die Freie und Hansestadt Hamburg hatte sich im Zusammenhang mit dem wettbewerblichen Verfahren um die Produktion des Airbus A380 (ehemals A3XX) beworben. Airbus Industrie hat in diesem Rahmen die Anzahl der prognostizierten Arbeitsplätze am Standort Finkenwerder in einer Größenordnung von 2000 angegeben; ein gleich großer Effekt sei für andere Bereiche, wie z. B. die Zulieferindustrie, zu erwarten. Nach öffentlichen Mitteilungen der Airbus Deutschland sind am Standort Finkenwerder bis heute bereits 500 Mitarbeiter für das A380-Programm eingestellt worden. Sie sollen bis 2007 um weitere 1500 Mitarbeiter verstärkt werden.

2. Wie teilen sich die erwarteten direkten Arbeitsplätze auf die einzelnen Betriebsbereiche bei der Fertigung und Auslieferung auf? Insbesondere: Wie viele Arbeitsplätze werden in etwa auf die Bereiche Fertigung von Rumpfteilen, Lackierung, Innenausbau und Auslieferung entfallen?

Zu betriebsinternen Angelegenheiten von Unternehmen äußert der Senat sich grundsätzlich nicht.

3. Wie viele indirekte neue Arbeitsplätze werden nach der Erwartung des Senats in den nächsten drei Jahren in Hamburg im unmittelbaren Zusammenhang mit der Fertigung und Auslieferung des A380 entstehen?

Siehe Antwort zu 1.

4. Auf welche Unternehmen und technischen Bereiche teilen sich die erwarteten indirekten Arbeitsplätze auf?

Insbesondere auf Ingenieurbüros, Produktions- und Dienstleistungsunternehmen sowie Unternehmen des Zulieferbereichs.

5. Sofern sich eine Abweichung der jetzigen Arbeitsplatz-Erwartungen des Senats zu früheren Prognosen des Senats ergibt: Wie begründet sich diese Abweichung?

Es gibt keine Änderungen zu früheren Prognosen.