Schäden durch starken Regen in Hamburg - Deiche

Ich frage den Senat:

1. Haben die starken Regenfälle zu Schäden an den Deichen auf Hamburger Stadtgebiet geführt?

a) Wenn ja, wo und in welchem Ausmaß?

b) Konnten die Schäden bereits repariert werden?

2. Mussten akute Maßnahmen zur Vorbeugung von Schäden getroffen werden?

3. Wurden gesonderte Maßnahmen zur Deichsicherung aufgrund der starken Niederschläge durchgeführt und, wenn ja, wann, wo und durch wen?

Schäden an den Deichen sind nicht aufgetreten.

4. Wird erwartet, dass in Hamburg Hochwasser infolge eines Anschwellens der Oberelbe auftritt?

Es ist von einer Wasserstandserhöhung auszugehen.

5. Sind die Deiche in Hamburg hoch genug, um Wassermassen wegen künftig häufiger zu erwartenden klimabedingten Starkregenperioden abzuwehren?

a) Muss in diesem Zusammenhang das Stauwehr Geesthacht ausgebaut werden?

b) Wenn ja, wie hoch wären die Kosten und wer würde sie tragen?

Für die Bemessung der Hamburger Hauptdeichlinie sind Sturmflutwetterlagen maßgebend. Der Oberwasserzufluss hat auf die Bemessungshöhen einen relativ geringen Einfluss. Ein Ausbau des Stauwehres Geesthacht ist zum Schutz Hamburgs vor Hochwasserereignissen und Sturmfluten nicht erforderlich.

6. Auf welche Pegelstände ist das jetzige Deichbauprogramm ausgelegt und wann ist es endgültig abgeschlossen?

Die Bemessungswasserstände für die Hauptdeichlinie steigen von NN +7,10 m in Tinsdal auf NN +7,80 m in Altengamme an. Das laufende Bauprogramm soll bis zum Jahr 2007 abgeschlossen werden.

6. a) Welche Arbeiten stehen noch aus?

Bisher wurden rund 77 km der insgesamt 100 km langen Hochwasserschutzlinie fertig gestellt. Die restlichen Strecken verteilen sich vor allem auf das südliche Elbufer und die Innenstadt.

6. b) Für welche Zeiträume bietet die dann erreichte Deichhöhe sicheren Hochwasserschutz?

Die Bemessungswasserstände berücksichtigen einen Zeitraum bis zum Jahr 2085. Sie werden regelmäßig überprüft.

7. Welche Pegelstände könnten bei einem gleichzeitigen Anstieg des Elbe-Hochwassers ­ vor und nach einer weiteren Elbvertiefung ­ und einem gleichzeitig auftretenden vermehrten Wasseranfall durch Starkregen erreicht werden?

a) Sind die heutigen Deiche diesen zusätzlichen Belastungen gewachsen?

b) Wie verhalten sich die Deiche bei zusätzlichem Druck durch die Folgen von Starkregen bei einer weiteren Elbvertiefung?

c) Wurden die Parameter weitere Elbvertiefung, Starkregen und starke Überschwemmungen im Oberlauf bei der Berechnung der Deichhöhe und Profile miteinbezogen?

d) Ist eine Verstärkung bzw. Erhöhung der bestehenden Deiche noch möglich?

Die vorliegenden Untersuchungen gehen davon aus, dass eine Erhöhung der Sturmflutwasserstände infolge einer weiteren Elbvertiefung nicht zu erwarten ist. Eine weitere Erhöhung der Hochwasserschutzanlagen wäre technisch möglich, wird aber voraussichtlich nicht erforderlich. Im Rahmen der weiteren Planungen werden die Folgen des Fahrrinnenausbaus vertieft untersucht. Im Übrigen vgl. Antwort zu 5.