Internet-Partnerschaften von Schulen verstärken

Betreff: Internet-Partnerschaften von Schulen verstärken

Einem Vorschlag der Europäischen Kommission zufolge sollen sämtliche 150000 Sekundarschulen Europas bis Ende 2006 eine Internet-Partnerschaftsverbindung mit einer oder mehreren Schulen in anderen Mitgliedstaaten eingehen. Dies wird jedem jungen Europäer die Möglichkeit geben, während seiner Schulzeit an einem Internet-Schulprojekt teilzunehmen.

Als mögliche Themen für die Partnerschaften schlägt die Kommission den Spracherwerb, Kulturaustausch, die europäische Staatsbürgerschaft oder die Umweltbildung vor.

Zwar existieren in den EU-Mitgliedstaaten bereits zahlreiche Schulpartnerschaften und Initiativen für die Nutzung neuer Medien, doch sind diese Partnerschaften noch nicht systematisch organisiert und erstrecken sich nicht auf Lernprojekte. In Deutschland existiert etwa die Initiative Schulen ans Netz.

Die Kommission hat daher folgende Voraussetzungen für eine Internet-Partnerschaft festgesetzt:

­ Die zuständigen staatlichen Stellen in allen Mitgliedstaaten müssen bis Ende 2003 das Ziel von 15 Schülern je Computer, der ans Internet angeschlossen ist, erfüllen.

­ Diese staatlichen Stellen müssen für künftige Partnerschaften jährlich Haushaltsmittel von 1500 bis 10000 Euro je Sekundarschule vorsehen, je nachdem, wie groß das Engagement in der Partnerschaft ist.

­ Überall müssen Schulungen für Lehrer der Sekundarstufe durchgeführt werden.

­ Auf den entsprechenden Ebenen müssen Beratungs- und Unterstützungsstrukturen für die Schulen, insbesondere für die Schulleitungen, zu den Modalitäten für den Abschluss von europäischen Partnerschaften eingerichtet werden.

Insbesondere durch das 1999 vom sozialdemokratisch geführten Senat begonnene Hamburger Projekt Lernen mit neuen Medien ist in Hamburg schon heute ein hoher Ausstattungsgrad hinsichtlich Computern mit Internet-Zugang erreicht. Das Projekt hat aber nicht nur eine Verbesserung der Ausstattung mit Multimedia-Rechnern, Medienecken, Fachraumcomputern und Computerräumen zur Folge, sondern auch die Sicherstellung der technischen Betreuung, die Fortbildung von Lehrerinnen und Lehrern sowie die Entwicklung von Unterrichtskonzepten zum Ziel.

Die Bürgerschaft möge daher beschließen:

Der Senat wird ersucht,

1. die Einrichtung von Internet-Partnerschaften an Sekundarschulen in Hamburg durch Ergreifung oben genannter Maßnahmen zu fördern,

2. die Bürgerschaft über die Entwicklungen dieses Projektes jährlich zu unterrichten.