Spenden

Sie arbeiten darauf hin, die Familie als Lebensmittelpunkt der Kinder und Jugendlichen zu erhalten und zu verhindern, dass diese von ihren Familien getrennt werden müssen.

­ Kooperationsverbund Schanze Familienunterstützung, Gesundheitsförderung, Stadtteilaktivitäten, Freizeit- und Sportangebote für Kinder und Jugendliche in schwierigen Lebenssituationen sowie Beschäftigungsangebote für arbeitslose Jugendliche sind die wesentlichen Schwerpunkte des Kooperationsverbundes Schanze.

Im Kooperationsverbund Schanze arbeiten die Jugendämter Hamburg-Mitte, Altona und Eimsbüttel, drei Schulen, zwei Regionale Beratungs- und Unterstützungsstellen des Amtes für Schule, insgesamt dreizehn freie Träger und Vereine im Stadtteil sowie die STEG Hamburg mit.

­ REALÜ ­ ein Projekt zur Quartiersentwicklung und Ressourcenaktivierung im Lüdersring

Die Schwerpunkte des Projekts liegen in der Förderung der Erziehungskompetenz von Eltern sowie in gezielten Angeboten der Bewegungsförderung von Kindern und Jugendlichen. Einzelfallbezogene Hilfen werden verbunden mit Maßnahmen zur Weiterentwicklung der sozialen Infrastruktur vor Ort. Im Projekt REALÜ arbeiten die SAGA, eine Schule, ein Sportverein, ein Allgemeiner Sozialer Dienst des Jugendamtes sowie zwei Träger der Jugendhilfe mit einem offenen Stadtteilforum und der Stadtteilkonferenz Lurup zusammen.

­ Mittelpunkt Wilhelmsburg Handlungsschwerpunkte des Projekts liegen in der Förderung der Erziehungskompetenz von Familien, in einzelfallbezogenen Betreuungsangeboten für benachteiligte Kinder und Jugendliche und in schulischen Unterstützungsmaßnahmen. Erfahrungen und Bedürfnisse von Familien mit Migrationshintergrund werden besonders berücksichtigt.

Im Wilhelmsburger Projektverbund wirken das Jugendamt, eine Bürgerinitiative Ausländischer Arbeitnehmer, eine Kirchengemeinde, zwei Schulen, eine Regionale Beratungs- und Unterstützungsstelle des Amtes für Schule sowie acht freie Träger bzw. Einrichtungen der Jugendhilfe mit.

­ Time for Kids

Das in Horn angesiedelte Projekt leistet Schularbeitenhilfe und hält ein Essensangebot sowie Freizeitangebote vor. Es richtet sich an Kinder, die tagsüber nicht ausreichend versorgt sind, ihren Tagesablauf weitgehend allein gestalten und Kontakte zu delinquenten Milieus haben.

Im Projekt Time for Kids arbeiten das Jugendamt, zwei Häuser der Jugend, zwei Schulen, eine Regionale Beratungs- und Unterstützungsstelle des Amtes für Schule, ein Sportverein, drei Spielplatzheime, eine Elternschule mit einem freien Träger der Jugendhilfe und dem Quartiersmanagement Horner Geest zusammen.

­ Schnittstellenprojekt Schnelsen-Süd Zielgruppen des Projekts sind Kinder, Jugendliche und Familien in schwierigen Lebenssituationen. Mit muttersprachlichen Beratungsangeboten, einem Schreibund Übersetzungsservice sowie Angeboten zur Freizeitgestaltung wird besonders auf Fragen und Probleme von Familien nicht-deutscher Herkunft eingegangen.

Das Projekt wird gemeinsam von mehreren freien Trägern der Jugendhilfe betrieben, die u. a. mit dem Jugendamt, einer Grund- und Hauptschule, der SAGA und dem Stadtteilbüro der Sozialen Stadtentwicklung kooperieren.

Siehe im Übrigen auch Abschnitt 5. Kosten und Finanzierung, Evaluation. Integrationssport

Der Sport ist in besonderer Weise geeignet, soziale Barrieren und Distanz zwischen Menschen verschiedener Kulturen und Sprachen abzubauen. So hat die damals zuständige Behörde für Inneres auch im Berichtsjahr 2001 gezielt Projekte und Programme in den Bereichen sportliche Jugendarbeit in Gebieten der sozialen Stadtteilentwicklung sowie den Integrationssport gefördert.

Beispielsweise wurde das Projekt des Hamburger Sportbundes Sport gegen Ausländerfeindlichkeit und Rassismus jährlich mit 41 Tsd. Euro unterstützt. Die Mittel wurden vorrangig in Gebieten der sozialen Stadtteilentwicklung eingesetzt. Angestrebt wird die Integration insbesondere von Ausländerinnen und Ausländern sowie von Aussiedlerinnen und Aussiedlern in die bestehenden Sportstrukturen der Stadt Hamburg sowie der Abbau von gegenseitigen Vorurteilen. Im Rahmen des Programms wurden u. a. neue Sportangebote eingerichtet, integrativ tätige Sportvereine beraten und finanziell unterstützt sowie Kooperationspartner (z. B. Kirchen, Stadtteilinitiativen, Schulen) vermittelt. Im Rahmen der Sportförderung wurden außerdem Zuschüsse für die Beschäftigung von anerkannten Übungsleitern sowie für Projekte der Jugendarbeit insbesondere in den Gebieten der sozialen Stadtteilentwicklung in Höhe von 102 Tsd. Euro gewährt.

Einrichtung einer Streethockeyfläche im Grünzug (Dulsberg)

Im Jahr 1999 wurde mit Dulsberger Jugendlichen vom Stadtteilbüro Dulsberg ein Beteiligungsverfahren zu Freizeitmöglichkeiten durchgeführt. Es basierte auf dem Gutachten Spielraum Stadt der damaligen Umweltbehörde, in welchem die zur Verfügung stehenden Flächen untersucht und erste Projektideen entwickelt worden waren.

Das ehemalige Planschbecken im zentralen Grünzug Dulsberg wurde seit Jahren nicht mehr genutzt, weil der desolate Zustand einen Badebetrieb nicht mehr zuließ. Die tiefergelegte Fläche von 18,50 x 33 Metern mit ihrer gemauerten Umrandung bietet als multifunktionale Fläche auch den idealen Rahmen als Streethockeyfeld. Der Boden des Planschbeckens musste zu dem Zweck neu asphaltiert werden, die baulich abgängige Einfassungsmauer wurde neu aufgebaut und es sind 2 kleine und ein Streetballkorb aufgestellt worden. Die Gesamtkosten für die Maßnahme betrugen 128 Tsd. Euro.

Räumlich flankiert wird die Hockeyfläche von einem Pavillon zum Unterstellen, der ebenfalls als Resultat der Beteiligungsaktion errichtet wurde.

Schule und Nachbarschaft (Schanzenviertel)

Im Rahmen des Quartiersmanagements im Schanzenviertel hat die STEG zum Thema Schule und Nachbarschaft Schüler und Schülerinnen sowie Einrichtungen, Ämter und Behörden befragt und eine zusammenfassende Auswertung erstellt.

Als erstes Projekt entwickelte sich die Schulhofumgestaltung der Schule Altonaer Straße. Zunächst wurden in zwei Zukunftswerkstätten Ideen mit den Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern sowie Eltern in Kooperation mit der STEG und einer Landschaftsarchitektin entwickelt. Ziel ist eine Verbesserung der Freizeitund Aufenthaltsangebote für die Schülerinnen und Schüler der Schule sowie die Bindung der Beteiligten an das Projekt durch Mitarbeit und Identifikation.

Nach Fertigstellung des Spielfeldes und des Parkplatzes (Maßnahme des Bezirks) wird nun der ehemalige Schulgarten in eine Spielfläche umgebaut.

Außenanlagen Schule Ludwigstraße (Schanzenviertel)

Unter dem Motto Lola und Ludwig bauen einen Schulhof sind die Außenanlagen der Ganztagsgrundschule Ludwigstraße im Karolinenviertel unter maßgeblicher Initiative der Schüler, Eltern und des Schulkollegiums umgeplant worden. Ab 1999 wurden Spenden für die Baukosten der rund 200 000 DM teuren Neugestaltung des Schulhofs akquiriert und als zum Sommer 2000 etwa 20 000 DM zusammengekommen waren, sind die damalige Behörde für Schule, Jugend und Berufsbildung und die seinerzeitige Stadtentwicklungsbehörde übereingekommen, das Projekt nunmehr aus ihren Haushalten zu fördern, nicht zuletzt weil der Schulhof im Zuge seiner Umgestaltung den Kindern im Stadtteil als Spiel- und Freifläche zugänglich gemacht werden soll.

Inzwischen sind die Geländemodulationen, die Herstellung der Sitztribüne und die Überarbeitung bzw. Erneuerung der Geräte abgeschlossen. Letzte Restarbeiten werden im August 2002 erfolgen.

Vereinsräume für den SC Europa / Ay Yildiz (Billstedt S 3 /Mümmelmannsberg)

Der Neubau von Vereinsräumen mit Einliegerwohnung für den Fußballverein auf den Sportflächen Beim Saaren /Rahewinkel ist realisiert worden. Die Maßnahme ist mit einem erheblichen Anteil an Selbsthilfeleistungen der Vereinsmitglieder, die sich aus Mitgliedern vieler Nationalitäten zusammensetzen, erbracht worden.

Schulhofumgestaltung Fritz-Köhne-Schule (Rothenburgsort)

Das Projekt ist in das Programm Schulen in Bewegung aufgenommen worden und die Erarbeitung des Grobkonzeptes von Lehrern, Eltern und Schülern ist abgeschlossen. Die Fachplanung und Kostenermittlung wurde durch die Behörde für Schule und Sport beauftragt und ist abgeschlossen (Baubeginn war im Mai 2002). Ortsdienststelle St. Pauli

Das denkmalgeschützte ehemalige Israelitische Krankenhaus Simon-von-Utrecht-Str. 4 a ist für die Ortsdienststelle St. Pauli mit einem Kostenaufwand von über 2 Mio. DM umgebaut und Anfang 2001 eingeweiht worden. Alle kommunalen Dienststellen St. Paulis, insbesondere das Kundenzentrum des Einwohneramtes, wurden unter einem Dach auf einer Nutzfläche von rund 2800 m² zusammengefasst. Für standesamtliche Trauungen steht der beachtenswerte renovierte ehemalige Betsaal des jüdischen Krankenhauses zur Verfügung. Die Außenanlagen der Ortsdienststelle, einschließlich des öffentlichen Kinderspielplatzes werden in 2002 / 03 umgestaltet.

Altes Deichhaus Vogelhüttendeich 55 (Wilhelmsburg S 1)

Der Erhalt des bereits 1887 als Einfamilienwohnhaus mit Milchladen erbauten, inzwischen baufälligen, zweistöckigen Gebäudes wurde im Sanierungsverfahren Wilhelmsburg S 1 lange und ausführlich diskutiert. Die Bedeutung des Deichhauses als Relikt der ursprünglichen Deichbebauung am Vogelhüttendeich und der bestehende Bedarf an einer sozialen und kulturellen Einrichtung im Zentrum des Reiherstiegviertels waren jedoch unstrittig.

Das Grundstück mit dem historischen sog. Alten Deichhaus wurde deshalb dem gemeinnützigen Verein Arbeitsloseninitiative Wilhelmsburg in der e.V. (AIW) in Erbpacht für 30 Jahre übertragen. Der hierfür erforderliche Pachtbetrag (einmalig 75 000 DM bzw. 38 347 Euro) konnte durch Spenden aufgebracht werden. Nach Abschluss der Umbau- und Renovierungsarbeiten zum Jahreswechsel 2001 / 2002 entstand ein Stadtteiltreff mit Cafe, regelmäßigem Mittagstisch, Essensausgabe der Wilhelmsburger Tafel und der AIWSozialberatung. Durch zusätzliche Ausstellungen, Informations-, Geselligkeits- und andere Veranstaltungen soll insbesondere der Abbau der Isolation von Wilhelmsburger Arbeitslosen, Sozialhilfeempfängern- und empfängerinnen sowie ihrer Angehörigen gefördert werden. An Markttagen auf dem benachbarten Stübenplatz hat zudem der Marktmeister seinen Platz im Alten Deichhaus, dann öffnet auch ein Dritte-Welt-Laden mit Stöber-Stube. Die vorhandenen Nebengebäude werden als Garagen und für eine Fahrrad-Selbsthilfewerkstatt genutzt.

Umgestaltung des Gebäudes Hellkamp 68 für das Theater N. N. (Eimsbüttel-Nord)

Durch den Umbau des Erd- und Kellergeschosses im vom Abriss bedrohten Gebäude Hellkamp 68 für das Theater N. N. konnten die vormals für Tanzveranstaltungen genutzten, seit Jahren aber leer stehenden Räume, dem Stadtteil als kultureller Treff wieder zugeführt werden. Das Theater N. N. bietet neben der eigentlichen Theaterarbeit auch Kurse für Kinder und Jugendliche aus dem Stadtteil an, um mit ihnen eigene Theaterstücke zu entwickeln und aufzuführen. Auch die im Obergeschoss ansässige AG Kinder- und Jugendschutz konnte durch den Erhalt des Gebäudes als soziales Projekt im Stadtteil verbleiben. Die Theaterräume wurden fristgerecht im April 2002 fertiggestellt. Die Betriebskosten werden durch Eintrittsgelder und Kursgebühren erwirtschaftet.

Wohnen Ziele: Verbesserung des Wohnwertes der Wohnungen, Modernisierung, Instandsetzung, Umbau und ergänzender Neubau, Sicherung preiswerten Wohnraums, Schutz der Bewohnerinnen und Bewohner vor Verdrängung, Erhalt bzw. Wiederherstellung gemischter Bewohnerstrukturen, Unterstützung aktiver Nachbarschaften, Stärkung der Identifikation der Mieter mit Wohnung und Wohnumfeld, Schrittweise Wiederherstellung von gemischten Bewohnerstrukturen durch Verbesserung der Attraktivität für Hinzuziehende.

Modernisierung, Instandsetzung, Neubau

Das Modernisierungsprogramm in Sanierungsgebieten fördert die Modernisierung und Instandsetzung von Wohngebäuden. Wesentliches Ziel dieses Programms ist neben der Beseitigung von städtebaulichen Missständen, die Sicherung und Verbesserung von preiswertem Wohnraum in Sanierungsgebieten für breite Schichten der Bevölkerung. Mit der Förderung ist eine Mietpreis- und Belegungsbindung verbunden, außerdem dürfen die Wohnungen nicht in Eigentumswohnungen umgewandelt werden. Der Bindungszeitraum beträgt bis zu 21 Jahren.

Im Berichtsjahr 2001 wurden 187 Wohneinheiten und 12 Gewerbeeinheiten mit einem Fördervolumen von 10,7 Mio. Euro bewilligt (im Vorjahr wurden 49 Wohnungen und 4 Gewerbeeinheiten mit einem Fördervolumen von 2,7 Mio. Euro bewilligt).

Die Ziele der sozialen Stadtteilentwicklung werden durch Förderprogramme und wohnungswirtschaftliche Maßnahmen unterstützt. Diese greifen vorrangig in Gebieten mit ehemals geförderten bzw. noch in der Bindung befindlichen größeren Sozialwohnungsbeständen.

Wie auch in den Vorjahren wurden zur Förderung von baulichen Maßnahmen im Wohnungsbestand Modernisierungs- und Instandsetzungsmittel eingesetzt. Sie zielten u. a. auf die Verbesserung des Ausstattungsstandards, der sozialen Infrastruktur, der Sicherheit und des Wärmeschutzes ab, um den Zustand der Gebäude neuen Anforderungen anzupassen. Damit wurden sowohl die Nutzungsqualität der Wohnungen als auch das äußere Erscheinungsbild der Wohngebäude verbessert. Während der Laufzeit der Förderung gelten Mietpreisbindungen und der Verzicht auf Umwandlung in Eigentumswohnungen, um die Maßnahmen auch sozial verträglich zu machen.

Beim Förderprogramm zur Modernisierung und Instandsetzung des Wohnungsbestandes wird je nach Umfang des baulichen Aufwandes in zwei Förderstufen unterschieden.

Die förderungsfähigen Kosten erhöhen sich in Abhängigkeit von der Wohnungsgröße. Dabei werden Maßnahmen in den Gebieten der sozialen Stadtteilentwicklung (Programmsäule II) mit einem deutlich höheren Zuschuss gefördert als außerhalb dieser Gebiete. Ein weiteres Zuschussprogramm dient der Schaffung von rollstuhlgerechtem, behindertem- und altengerechtem Wohnraum, aus dem Maßnahmen unabhängig von einer Gebietsabgrenzung gefördert werden können.