Von wem ging die Initiative zur Einführung der genannten getrennten Unterrichte

Aus der Antwort des Senats auf die Schriftliche Kleine Anfrage (Drucksache 16/522) geht hervor, dass in Hamburg zwar grundsätzlich die Möglichkeit besteht, Jungen und Mädchen in einzelnen Fächern zeitweise getrennt zu unterrichten, dass diese Möglichkeit aber bislang nicht sehr intensiv genutzt wird. Aufgrund der Antworten des Senats ergeben sich weitere Fragen.

Ich frage den Senat:

1. Von wem ging die Initiative zur Einführung der genannten getrennten Unterrichte aus?

Von schulischen Gremien zum Teil mit Unterstützung des Instituts für Lehrerfortbildung und des Amtes für Schule.

2. a) Welche zuständigen Gremien vor Ort entscheiden über die Einrichtung eines geschlechtshomogenen Unterrichts an einer Schule?

b) Wie sind diese zusammengesetzt?

c) Nach welchen Kriterien und auf welcher rechtlichen Grundlage treffen diese Gremien Entscheidungen?

Die zeitweise getrennte Unterrichtung von Mädchen und Jungen gehört zu den besonderen Maßnahmen zur Förderung spezifischer Schülergruppen, über die die Schulkonferenz im Rahmen des Schulprogramms entscheidet (vgl. § 51 Absatz 1 Satz 3, 6. Spiegelstrich, in Verbindung mit § 53 Absatz 1 des Hamburgischen Schulgesetzes. Die Zusammensetzung der Schulkonferenz ergibt sich aus § 55 Bei der Erarbeitung des Schulprogramms sind § 51 Absatz 1 Satz 2 und Absatz 2 Satz 1 zu beachten. Über Fördermaßnahmen, die sich auf einzelne Klassen beschränken, kann die Klassenkonferenz im Rahmen des § 61 Absatz 1 Satz 2 entscheiden.

3. Sind der Schulbehörde in der Zwischenzeit weitere Wünsche, geschlechterhomogen zu unterrichten, bekannt geworden? Wenn ja: In welchen Schulen, in welchen Fächern und Altersstufen und auf wessen Initiative?

Nein.

3. a) Sollten diese umgesetzt werden? Wenn ja: Wann? Wenn nein: Warum nicht?

Entfällt.

4. Gibt es Planungen in der Schulbehörde, für eine Ausweitung des getrennten Unterrichts zu werben? Wenn ja: Wie sehen diese aus? Wenn nein: Warum nicht?

Erfahrungsberichte über die Förderung der Chancengleichheit von Mädchen und Jungen wird die zuständige Behörde auch weiterhin auswerten und im Rahmen von Veranstaltungen vorstellen, wie dies z. B. auf der Tagung des Schule für Mädchen und Jungen gestalten am 26. Februar 1998 geschehen ist.

5. Plant die Schulbehörde, eine statistische Erhebung von Daten über die bestehenden geschlechterhomogenen Unterrichte an den verschiedenen Schulen zu erstellen? Wenn ja:

Wann soll diese eingerichtet und soll diese eventuell Eltern oder Schülern zur Verfügung gestellt werden? Wenn nein: Warum nicht?

Nein, die Erfahrungen werden einzelfallbezogen ausgewertet.