Zusammenlegung von Wohnungen

Betreff: Zusammenlegung von Wohnungen

An den Stichtagen 1. Juli/1. Oktober 2001/1. Januar 2002 standen bei den städtischen Wohnungsunternehmen SAGA und GWG rund 4300 Wohnungen leer, viele davon schon seit längerer Zeit. Durch die Mietausfälle entgehen den städtischen Wohnungsunternehmen ­ und damit der Stadt ­ jährlich Millionenbeträge in zweistelliger Höhe. Mit großer Wahrscheinlichkeit ließe sich dieser kostspielige Leerstand durch die Zusammenlegung von Wohnungen reduzieren. Es ist offensichtlich, dass insbesondere Familien heutzutage andere Ansprüche stellen als in den fünfziger und sechziger Jahren. Die private Wohnungswirtschaft (vor allem die Genossenschaften) haben dies schon lange erkannt und bemühen sich erfolgreich, die Wohnflächen ihrer Wohnungen entsprechend zu erhöhen. Entsprechende Investitionen finanzieren sich aber nur zum Teil selbst, weil die Zahl der Wohnungsleerstände durch die neu geschaffene Attraktivität (größere, familienfreundliche Wohnungen) sinken wird und daher wieder Mietzahlungen in die Kassen der Wohnungsunternehmen fließen. Die mit der Zusammenlegung von Wohnungen verbundenen finanziellen Anstrengungen, die die Unternehmen nicht aus eigener Kraft finanzieren können, bedürfen der Förderung.

Die Bürgerschaft möge beschließen:

Der Senat wird ersucht, zu prüfen,

1. ob mit Hilfe von Programmen für die Zusammenlegung bestehender kleinerer Wohnungen die Schaffung von familienfreundlichem Wohnraum bei den städtischen und privaten Wohnungsunternehmen sowie den Genossenschaften vorangetrieben werden kann und

2. die so geschaffenen Wohnungen im angemessenen Umfang den Wohnungsämtern (Belegungsbindung) zur Verfügung gestellt werden können.

Der Senat wird gebeten, der Bürgerschaft einen Sachstandsbericht vorzulegen.