Unterrichtsausfall

Betreff: Unterrichtsausfall ­ Beispiel Schule Kleine Teichwiese Elternvertreter der Klasse 2b der Schule Kleine Teichwiese haben die Behördenleitung mehrfach darauf hingewiesen, dass wegen des zurzeit teilweisen und voraussichtlich vollständigen Ausfalls der Klassenlehrerin Qualität und Kontinuität des Unterrichts leiden. Die Eltern denken sogar daran, ab dem 18. November wegen der beschriebenen Mangelsituation ihre Kinder nicht mehr zur Schule zu schicken.

Die Schule An den Teichwiesen führt insgesamt 20 Klassen, von denen nur fünf Klassen die Orientierungsfrequenz erreichen. In der Klassenstufe 2 werden drei Klassen mit 64 Schülerinnen und Schülern geführt, d.h., die Schülerzahl reicht nicht aus, um eine Versorgung mit den Grundstunden zu gewährleisten (erreicht mit 66 Schülern). In der Klassenstufe 5 wird eine Klasse mit 15 Schülern geführt. Diese

5. Klasse wurde im Sommer 2002 auch auf Drängen der Schule mit Hinweis auf die Versorgungsengpässe durch die zuständige Behörde eingerichtet.

Die hohe Zahl der unterfrequenten Klassen führt dazu, dass die Schule zur Deckung der Grundversorgung Stunden aus Sondermaßnahmen nutzen muss. Eine oder mehrere Erkrankungen von Lehrkräften haben deshalb weit reichende Konsequenzen.

Dies vorausgeschickt, beantwortet der Senat die Fragen wie folgt.

1. Ist die Zustandsbeschreibung der Elternvertreter zutreffend? Wenn nein, in welchen Aspekten nicht?

Die Schule An den Teichwiesen (Schulgesamtbedarf 741 Stunden) hat mit Stand vom 14. November 2002 ein Stundenminus von 32 Stunden. Der krankheitsbedingte Minusanteil beträgt davon 28 Stunden in der Grundschule.

Entwicklung der Versorgung und Maßnahmen der Behörde:

Zum 25. November 2002 verbleibt der Schule ein Minus von elf Stunden, dies bedeutet eine Versorgung von 98,5 Prozent.

2. Wie kann es trotz Vertretungsreserven und Verantwortlichkeit der Behörde bei langfristigem Ausfall von Lehrerinnen und Lehrern zu diesem unhaltbaren Zustand kommen?

Der Begriff unhaltbarer Zustand ist nicht zutreffend. Die Stundenversorgung wurde auf die Grundstunden reduziert. Zudem gab es präventiv eine frühe Zuweisung einer Kollegin mit 28 Stunden, die dann leider auch dauerhaft erkrankte. In den betroffenen Klassen unterrichteten Vertretungslehrkräfte, wobei in zwei Klassen Lehrkräfte mit großen Stundenanteilen tätig waren. In der Klasse 2b war dies nicht möglich, allerdings fehlt hier die Klassenlehrerin dauerhaft erst ab dem 4. November 2002. Die Schülerinnen und Schüler der betroffenen Klassen erhielten während der gesamten Zeit im Rahmen der Verlässlichen Halbtagsgrundschule (VHGS) Unterricht, teilweise geschah dies auch durch Zusammenlegung von Klassen.

Die Maßnahmen der Behörde sind der Antwort zu 1. zu entnehmen. Weitere Mittel zu Lehraufträgen standen nicht zur Verfügung und weitere Abordnungen waren aufgrund der Versorgungssituation des Schulkreises nicht möglich.

3. Wie und bis wann gedenkt die Behörde Abhilfe zu schaffen? Wenn nicht, warum nicht?

Zum 18. November 2002 wird der Schule eine Lehrkraft im Stundenumfang von 28 Stunden zugewiesen. Der Schule obliegt es, den Einsatz der Lehrkraft so vorzunehmen, dass alle Grundschulklassen wieder eine Klassenlehrerin bzw. einen Klassenlehrer haben.