Das Bedürfnis nach Information ist groß Zu Recht wird Aufklärung und Mitsprache bei allen Entscheidungen gefordert

Das Bedürfnis nach Information ist groß. Zu Recht wird Aufklärung und Mitsprache bei allen Entscheidungen gefordert. Immerhin hat sich die Verkehrsdichte in den Städten und auf den wichtigsten Bundesstraßen Thüringens seit 1989 verdoppelt, auf Autobahnen sogar verdreifacht.

Entgegen allen Erwartungen hat die Kfz-Zulassung je 1000 Einwohner schon heute etwa das Niveau der Altbundesländer erreicht, in den Thüringer Großstädten wird es sogar überschritten.

Nach Auffassung der Landesregierung kommt der Modernisierung der Straßen eine Schlüsselfunktion für die künftige Entwicklung Thüringens zu. Sie ist mehrheitlich gewünscht, sie ist aufgrund der Zentralität Thüringens lebensnotwendig, und sie ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für den wirtschaftlichen Neubeginn, die Umstrukturierung der Wirtschaft und die städtebauliche Erneuerung.

Erfahrungen zeigen, dass der privaten Investition in Gewerbe- und Industrieanlagen oder in den Wohnungsbau die Sanierung der technischen Infrastruktur vorausgeht. Aus diesem Grund genießt der Straßenbau auch einen entsprechenden Stellenwert im Landeshaushalt und wird mit besonderer Dringlichkeit vorangetrieben.

Der vorliegende Straßenbaubericht gibt einen Überblick über die Probleme, die Aufgaben, die Möglichkeiten und die Grenzen des Straßenbaus in Thüringen. Die Zusammenstellung ausgewählter, wichtiger Informationen zum Straßenbau soll neben konkreten Zahlen und Leistungen auch Tendenzen, Entwicklungsrichtungen und zeitliche Horizonte deutlich machen.

Der Straßenbaubericht 1993 wurde dem Präsidenten des Landtags mit Schreiben des Chefs der Staatskanzlei vom 10. Mai 1994 zugeleitet und ist als Anlage übernommen.

Federführend ist der Minister für Wirtschaft und Verkehr.