Durch den späten Zeitpunkt der Genehmigung des Förderprogramms durch die Europäische Union konnten nur

Angeboten Urlaub auf dem Bauernhof bzw. Ferien auf dem Lande. 1993 wurden dafür 3,0 Millionen Deutsche Mark bereitgestellt.

Durch den späten Zeitpunkt der Genehmigung des Förderprogramms durch die Europäische Union konnten nur 1,4 Millionen Deutsche Mark bewilligt werden.

Als Gemeinschaftsvorhaben Bund - Land wurde in Brunnhartshausen/Rhön das Modellprojekt Einkommenskombination durch Dorftourismus etabliert.

Das Thüringer Ministerium für Landwirtschaft und Forsten sowie das Thüringer Ministerium für Wirtschaft und Verkehr beteiligen sich mit 120.000 Deutsche Mark an den Gesamtkosten des Projektes in Höhe von 400.

Deutsche Mark in der Zeit von 1993 bis Juni 1995.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist in der Weiterbildung der Frauen aus dem ländlichen Raum zu sehen. 2. Frauen wurden in Weiterbildungsmaßnahmen der Agrarverwaltung einbezogen. 171 Frauen wurden auf der Grundlage eines Förderprogramms des Thüringer Ministeriums für Landwirtschaft und Forsten Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen im ländlichen Bereich eine finanzielle Unterstützung in Höhe von insgesamt 25.000, Deutsche Mark gewährt.

Durch die hauswirtschaftlichen Beratungskräfte aller Landwirtschaftsämter wird eine Beratung von Frauen und Familien im Agrarbereich sowie im ländlichen Raum angeboten.

Besondere Aufmerksamkeit wird den sich im ländlichen Raum durch Förderung des Thüringer Ministerium für Soziales und Gesundheit etablierten Frauenbeschäftigungsprojekten zuteil.

Im Rahmen der Gestaltung von Existenzgründungsprojekten im ländlichen Raum wurde 1993 ein Erfahrungsaustausch mit dem Ministerium für Landwirtschaft Sachsen-Anhalt in Möhringen durchgeführt.

Durch das TMLF wurde eine Förderrichtlinie zur begleitenden Beratung von Frauenprojekten im ländlichen Raum erlassen, die Frauen Entscheidungshilfe für eine eigene Existenzgründung nach Ablauf des Beschäftigungsprojektes bieten soll.

Hilfe und Unterstützung wird dem Thüringer Landfrauenverband e.V. durch das TMLF durch institutionelle Förderung in Höhe von 140.000 Deutsche Mark 1993 gewährt.

Der Minister für Landwirtschaft und Forsten steht in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorstand des Thüringer Landfrauenverbandes, um auf Probleme schnell reagieren zu können.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Entwicklung der Lebensqualität im ländlichen Raum durch Dorferneuerungsmaßnahmen. Dazu wurden 1993 Fördermittel in Höhe von 50 Millionen Deutsche Mark bereitgestellt.

Davon wurden in 293 Gemeinden schwerpunktmäßig Maßnahmen zur Dorferneuerung gefördert. Frauen im öffentlichen Dienst

Die Vorreiterrolle des öffentlichen Dienstes als ein weiterer Schritt zur Verwirklichung der tatsächlichen Gleichberechtigung und zur Verbesserung der Chancen von Frauen, wurde durch die am 1. September 1992 in Thüringen in Kraft getretenen Grundsätze zur beruflichen Förderung von Frauen im öffentlichen Dienst unterstrichen. Mit dieser Richtlinie wurden die Grundsätze zur beruflichen Förderung von Frauen im Landesdienst festgeschrieben.

Die Landesregierung setzt damit ein Zeichen in Richtung weiterer Chancengleichheit von Frauen im Berufsleben und zur Erleichterung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Im unmittelbaren Landesdienst beträgt der Anteil der weiblichen Beschäftigten 66,4 Prozent, d. h. von 62.

Landesbediensteten sind 41.499 Frauen.

Die Zahlen zeigen, dass der öffentliche Dienst für Frauen zunehmend attraktiver wird. Das Land Thüringen als Arbeitgeber bzw. Dienstherr ist bemüht, entsprechend dem Frauenförderplan Arbeitsbedingungen zu schaffen, durch die es Frauen erleichtert wird, Beruf und Familie zu vereinbaren und leistungsgerechte berufliche Entwicklungsmöglichkeiten wahrzunehmen. Die 5.351 Teilzeitarbeitsplätze im Landesdienst entfallen zu 94,6 Prozent auf weibliches Personal. In der Staatskanzlei und nahezu allen Ministerien ist die gleitende Arbeitszeit eingeführt. In den nachgeordneten Einrichtungen gibt es unterschiedliche Regelungen, die aus den Arbeitsbereichen resultieren; hier seien nur als Beispiel die Krankenhäuser, Pflegeheime etc. im Bereich des Thüringer Ministeriums für Soziales und Gesundheit genannt.

Im einfachen Dienst sind 84,6 Prozent aller Beschäftigten weiblich. Der Frauenanteil im mittleren Dienst beträgt 66,2 Prozent und im gehobenen Dienst 67,1 Prozent.

Ungeachtet dieser positiven Tendenz ist jedoch der Anteil von Frauen in Leitungspositionen noch zu gering.

So liegt der Frauenanteil im höheren Dienst bei 27,3 Prozent, im Besoldungsbereich der B-Gruppen sind vier Beamtinnen tätig.

Der Frauenförderplan soll Ausgangspunkt dafür sein, den Frauenanteil im öffentlichen Dienst zu erhöhen.

Folgende Schwerpunkte werden dazu gesetzt:

- Führung von Bewerbungsstatistiken in allen Ressorts, um eine Transparenz und Überprüfung der Einstellungschancen von Frauen zu erreichen;

- Frauenförderung muss integrierter Bestandteil der Personalplanung der Dienststelle sein, das schließt ein, daß die im Frauenförderplan III.1 geforderten Zielvorgaben unter Beteiligung der jeweiligen Frauenbeauftragten zu erstellen sind;

- Fortbildungsangebote, die geeignet sind, bestehende Nachteile auszugleichen und aus organisatorischer Sicht frauen- und familienfreundlich gestaltet sind.

Mit Verwaltungsvorschriften allein kann die berufliche Chancengleichheit von Männern und Frauen nicht erreicht werden. Hier bedarf es eines Bewußtseinswandels in der gesamten Gesellschaft.

Die Frauenbeauftragten können dazu einen großen Beitrag leisten. In allen Ressorts sind im Berichtszeitraum Frauenbeauftragte bestellt worden. In den Landesbehörden arbeiten 176 Frauenbeauftragte.

Für die Arbeit der Frauenbeauftragten gilt in allen Ressorts der Frauenförderplan.

Im Vollzug des Frauenförderplans haben die Ressorts unterschiedliche organisatorische und inhaltliche Bedingungen für die Frauenbeauftragten geschaffen, die in Zukunft abzustimmen sind. Manche Bereiche haben zusätzliche Regelungen getroffen.

Der Interministerielle Ausschuß für Frauenfragen (IMA) konstituierte sich 1992 und führte 1993 seine Arbeit unter Vorsitz der Frauenbeauftragten der Landesregierung fort.

Dazu fanden regelmäßige, monatliche Beratungen statt. Zu anstehenden Fachproblemen wurden kompetente Referentinnen und Referenten geladen.

Insgesamt lässt sich feststellen, dass durch die Grundsätze zur beruflichen Förderung von Frauen im öffentlichen Dienst des Landes Thüringen das Bewußtsein für das Problem der Gleichstellung der Frauen im Landesdienst geschärft worden ist.

Die Landesregierung ist deshalb bestrebt, die eingeleitete Tendenz fortzusetzen.

· Frauen im Thüringer Schuldienst

Der Anteil der Frauen im Schuldienst beträgt: (Stand: 30.06.93)

Das zahlenmäßige Verhältnis von Frauen und Männern unter den Schulleitern/innen stellt sich wie folgt dar: Grundschule: 5,1 : 1,0

Regelschule: 1,0 : 2,7

Gymnasium: 1,0 : 4,9