Wohnheime für Asylbewerber

Laut einer Pressemitteilung (Mitteldeutsche Allgemeine, Ausgabe Eisenach vom 9. Dezember 1994) durchsuchte die Polizei am 8. Dezember 1994 die Wohnheime für Asylbewerber in Gerstungen und Treffurt. Der Leiter der Polizeiinspektion Eisenach bewertete - laut Pressemitteilung - die Durchsuchung nicht als Fehlschlag, weil die Polizei auch vorbeugend tätig sein müsse.

Ich frage die Landesregierung:

1. Auf welcher Rechtsgrundlage - §§ 102 f. der Strafprozeßordnung oder § 25 des Polizeiaufgabengesetzes - erfolgten die Durchsuchungen?

2. Wer ordnete die Durchsuchung an (Richter, Staatsanwalt oder Polizei)?

3. Aufgrund welcher konkreten Anhaltspunkte ergab sich ein Tatverdacht bezüglich einzelner Bewohner der genannten Wohnheime?

4. Eisenach, dass die Polizei auch präventiv (zur vorbeugenden Bekämpfung von Straftaten) Wohnungen, insbesondere Asylbewerberwohnheime, durchsuchen dürfe?