Die Selbständigkeit der Gemeinde ist im Rahmen der Gesamtstruktur der Region geboten

Die Gemeinden Engnitzthal und Haselbach liegen im östlichen Teil des Landkreises Sonneberg. Ihr gemeinsames Gemeindegebiet wird im Norden begrenzt durch die Stadt Lauscha (4 637 Einwohner) und die Landkreisgrenze, im Osten ebenfalls durch die Landkreisgrenze und durch das Gebiet der Gemeinde Judenbach (2 286 Einwohner), im Süden durch die Stadt Sonneberg (25 730 Einwohner) und im Westen durch die Stadt Steinach (5 393 Einwohner). Die Gemeinden Judenbach und Heinersdorf bilden eine Einheitsgemeinde mit 3 075 Einwohnern (siehe oben § 30).

Die Gemeinden Engnitzthal und Haselbach sind einander benachbart, gehören demselben Landkreis an und sind durch regionale Verkehrswege miteinander verbunden. Sie gehören dem gleichen Schulbezirk an. Die Gemeinden bilden aufgrund ihrer territorialen Lage, der Infrastruktur und der örtlichen Gegebenheiten eine Einheit. Gemeinsame Traditionen und historisch gewachsene Strukturen sowie die gleichen Interessen, insbesondere hinsichtlich des Ausbaus einer auf Tourismus ausgerichteten Infrastruktur, sprechen gleichfalls für eine Zusammenlegung beider Gemeinden.

Die Selbständigkeit der Gemeinde ist im Rahmen der Gesamtstruktur der Region geboten. Eine Zuordnung der Gemeinde zu einer Verwaltungsgemeinschaft ist nicht möglich, da eine solche nicht angrenzt. Eine Zuordnung zu oder von anderen Gemeinden wäre nur durch einen Eingriff in bereits herausgebildete und den Anforderungen der Thüringer Kommunalordnung entsprechende Strukturen durchzuführen und zudem auch aus topographischen Gründen wenig sinnvoll. Überdies liegt die Einwohnerzahl knapp unter der in der Türinger Kommunalordnung geforderten Mindesteinwohnerzahl von 3 000 Einwohnern.

Zu § 32 (Gemeinden Goldisthal, Scheibe-Alsbach, Siegmundsburg, Steinheid):

Durch Auflösung und Zusammenschluß der Gemeinden Goldisthal (513 Einwohner), Scheibe-Alsbach (801 Einwohner), Siegmundsburg (290 Einwohner) und Steinheid (1 482 Einwohner) entsteht eine neue Gemeinde mit 3 086 Einwohnern, die leistungsfähig und in der Lage sein wird, die Aufgaben des eigenen und übertragenen Wirkungskreises effektiv und sachgerecht zu erfüllen. Drei der vier Gemeinden, nämlich Siegmundsburg und Steinheid sind sich bereits jetzt einig, eine gemeinsame neue Gemeinde bilden zu wollen. Der Erlaß einer entsprechenden Rechtsverordnung kann vorbereitet werden, wenn die erforderlichen Antragsunterlagen vollständig vorliegen.

Die Gemeinden Goldisthal, Scheibe-Alsbach, Siegmundsburg und Steinheid liegen an der nordwestlichen Grenze des Landkreises Sonneberg. Ihr gemeinsames Gemeindegebiet wird im Norden und Westen begrenzt durch die Landkreisgrenze. Im Osten grenzen die Städte Neuhaus am Rennweg (7 424 Einwohner), Lauscha (4 637 Einwohner) und Steinach (5 393 Einwohner) an, im Süden die Städte Steinach und Schalkau (3 772 Einwohner) sowie die Gemeinden Mengersgereuth-Hämmern (3 204 Einwohner) und Effelder-Rauenstein (4 252 Einwohner).

Die Gemeinden Goldisthal, Scheibe-Alsbach, Siegmundsburg und Steinheid sind einander benachbart, gehören demselben Landkreis an und sind durch regionale Verkehrswege beziehungsweise die Bundesstraße B 281 miteinander verbunden. Die Gemeinden gehören einem Schulbezirk an. Gemeinsame Traditionen und historisch gewachsene Strukturen sowie die gleichen Interessen insbesondere hinsichtlich des Aufbaus einer auf Tourismus ausgerichteten Infrastruktur sprechen gleichfalls für einen Zusammenschluß aller vier Gemeinden.

Zum Vierzehnten Abschnitt (Unstrut-Hainich-Kreis):

Zu § 33 (Gemeinde Schönstedt):

Die Gemeinde Schönstedt befindet sich im südlichen Teil des Unstrut-Hainich-Kreises.

Sie ist im Norden und Westen begrenzt durch die Gemeinden Großengottern, Mülverstedt und Weberstedt der Verwaltungsgemeinschaft Unstrut-Hainich (5 701 Einwohner), im Osten und Süden durch das Gebiet der Stadt Bad Langensalza (21 067 Einwohner) sowie im Süden durch die Landkreisgrenze.

Die Gemeinde Schönstedt muss mit 1 390 Einwohnern einer Verwaltungsgemeinschaft angehören. Gründe für eine Ausnahme von dieser Verpflichtung liegen nicht vor. Durch die Erweiterung um die Gemeinde Schönstedt erreicht die Verwaltungsgemeinschaft Unstrut-Hainich eine Einwohnerzahl von 7 071 und liegt damit weit über der in der Thüringer Kommunalordnung regelmäßig geforderten Mindesteinwohnerzahl von 5 000 für Verwaltungsgemeinschaften.

Mit der Sitzgemeinde Großengottern (2 327 Einwohner) der Verwaltungsgemeinschaft Unstrut-Hainich ist Schönstedt über die Bundesstraße B 247 verbunden. Die Entfernung beider Orte voneinander beträgt etwa 3,5 km. Aufgrund der guten Verkehrsverbindung und der räumlichen und topographischen Gegebenheiten ist die Zuordnung von Schönstedt zur Verwaltungsgemeinschaft Unstrut-Hainich sachgerecht. Die ländlich geprägten Ortsteile der Gemeinde Schönstedt sind infrastrukturell und traditionell in Richtung der Gemeinden dieser Verwaltungsgemeinschaft orientiert.

Zu § 34 (Verwaltungsgemeinschaft Hildebrandshausen/Lengenfeld unterm Stein):

Die Verwaltungsgemeinschaft Hildebrandshausen/Lengenfeld unterm Stein, bestehend aus den Gemeinden Hildebrandshausen (576 Einwohner), Lengenfeld unterm Stein (1 474 Einwohner) und Rodeberg (2 333 Einwohner), wird aufgelöst. Mit insgesamt 4 383

Einwohnern liegt sie unterhalb der in der Thüringer Kommunalordnung regelmäßig geforderten Mindesteinwohnerzahl von 5 000 für Verwaltungsgemeinschaften. Die Gemeinden Hildebrandshausen, Lengenfeld unterm Stein und Rodeberg liegen an der westlichen Grenze des Unstrut-Hainich-Kreises und Thüringens. Die Verwaltungsgemeinschaft ist im Südwesten begrenzt durch die Landesgrenze, im Nordwesten durch die Landkreisgrenze sowie im Nordosten durch die Gemeinden Bickenriede und Dörna der Verwaltungsgemeinschaft Landgraben-West (2 745 Einwohner), im Osten durch das Gebiet der Stadt Mühlhausen/Thüringen (40 270 Einwohner) und im Süden durch die Gemeinde Oberdorla der Verwaltungsgemeinschaft Vogtei (6 435 Einwohner) und die Gemeinde Katharinenberg (3 220 Einwohner). Eine Zuordnung anderer Gemeinden ist im Hinblick auf die Gesamtstruktur der Region nicht sinnvoll. Die benachbarte Verwaltungsgemeinschaft Landgraben-West und die Gemeinde Lengefeld werden aufgelöst und daraus die Gemeinde Anrode (3 545 Einwohner) gebildet (siehe unten § 35).

Durch Auflösung und Zusammenschluß der Gemeinden Hildebrandshausen, Lengenfeld unterm Stein und Rodeberg entsteht eine neue Gemeinde mit 4 383 Einwohnern, die in der Lage sein wird, die Aufgaben des eigenen und übertragenen Wirkungskreises effektiv und sachgerecht zu erfüllen.

Die Gemeinden Hildebrandshausen, Lengenfeld unterm Stein und Rodeberg sind einander benachbart, gehören demselben Landkreis an und sind durch regionale Verkehrswege miteinander verbunden. Die Gemeinden bilden aufgrund ihrer territorialen Lage, der Infrastruktur und der örtlichen Gegebenheiten eine Einheit. Die Gemeinden gehören einem Schulbezirk an. Gemeinsame Traditionen und historisch gewachsene Strukturen sowie die bereits in der Vergangenheit vorhandenen und in den letzten Jahren in der Verwaltungsgemeinschaft Hildebrandshausen/Lengenfeld unterm Stein herausgebildeten gemeinsamen Verwaltungsstrukturen sprechen gleichfalls für eine Zusammenlegung aller drei Gemeinden.

Zu § 35 (Verwaltungsgemeinschaft Landgraben-West, Gemeinde Lengefeld):

Die Verwaltungsgemeinschaft Landgraben-West, bestehend aus den Gemeinden Bikkenriede (1 676 Einwohner), Dörna (414 Einwohner), Hollenbach (272 Einwohner) und Zella (383 Einwohner), wird aufgelöst. Mit insgesamt 2 745 Einwohnern liegt sie weit unterhalb der in der Thüringer Kommunalordnung regelmäßig geforderten Mindesteinwohnerzahl von 5 000 für Verwaltungsgemeinschaften. Die Gemeinden Bickenriede, Dörna, Hollenbach und Zella sowie die Gemeinde Lengefeld (800 Einwohner) liegen an der westlichen Grenze des Unstrut-Hainich-Kreises. Die Verwaltungsgemeinschaft ist im Norden durch die Gemeinde Dünwald (2 494 Einwohner), im Osten durch die Gemeinden Lengefeld (800 Einwohner) und Unstruttal (3 292 Einwohner), im Süden durch das Gebiet der Stadt Mühlhausen/Thüringen (40 270 Einwohner) und die Gemeinde Rodeberg der Verwaltungsgemeinschaft Hildebrandshausen/Lengenfeld u. Stein (4 383 Einwohner) und im Westen durch die Landkreisgrenze begrenzt. Die derzeit noch nicht zugeordnete Gemeinde Lengefeld hat den Beitritt zur Gemeinde Unstruttal be schlossen und beantragt, ist jedoch landschaftlich und infrastrukturell mehr auf die zur Verwaltungsgemeinschaft Landgraben-West gehörenden Gemeinden ausgerichtet.

Eine Zuordnung anderer Gemeinden ist im Hinblick auf die Gesamtstruktur der Region nicht sinnvoll. Die angrenzende Verwaltungsgemeinschaft Hildebrandshausen/Lengenfeld unterm Stein wird aufgelöst und eine Einheitsgemeinde gebildet (siehe oben § 34). Die Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Landgraben-West haben die Bildung einer gemeinsamen Gemeinde Anrode beschlossen. Der Erlaß einer entsprechenden Rechtsverordnung wurde jedoch vorübergehend ausgesetzt.

Durch Auflösung und Zusammenschluß der Gemeinden Bickenriede, Dörna, Hollenbach, Zella und Lengefeld entsteht eine neue Gemeinde mit 3 545 Einwohnern, die in der Lage ist, die Aufgaben des eigenen und übertragenen Wirkungskreises effektiv und sachgerecht zu erfüllen.

Die Gemeinden Bickenriede, Dörna, Hollenbach, Lengefeld und Zella sind einander benachbart, gehören demselben Landkreis an und sind durch regionale Verkehrswege miteinander verbunden. Die maximale Entfernung zueinander beträgt etwa 3 km. Die Gemeinden bilden aufgrund ihrer territorialen Lage, der Infrastruktur und der örtlichen Gegebenheiten eine Einheit. Die Gemeinden sind Mitglieder im Trinkwasserverband Obereichsfeld-Ost und im Abwasserzweckverband Luhne. Die Gemeinden gehören einem Schulbezirk an; die Regelschule ist für die umliegenden Gemeinden in Bickenriede. Gemeinsame Traditionen und historisch gewachsene Strukturen sowie die bereits in der Vergangenheit vorhandenen und in den letzten Jahren herausgebildeten gemeinsamen Verwaltungsstrukturen sprechen gleichfalls für eine Zusammenlegung der Gemeinden.

Zum Fünfzehnten Abschnitt (Wartburgkreis):

Zu § 36 (Gemeinde Bischofroda):

Die Gemeinde Bischofroda wird im Nordwesten, Norden und Süden begrenzt durch die Verwaltungsgemeinschaft Mihla (5 648 Einwohner), im Osten durch die Landkreisgrenze und im Südwesten durch das Gebiet der Stadt Eisenach (45 608 Einwohner).

Die Gemeinde Bischofroda muss mit 578 Einwohnern einer Verwaltungsgemeinschaft angehören. In der Vergangenheit gehörte diese Gemeinde bereits zur Verwaltungsgemeinschaft Mihla, ist jedoch vor Inkrafttreten der Thüringer Kommunalordnung ausgetreten. Durch die Erweiterung um die Gemeinde Bischofroda erreicht die Verwaltungsgemeinschaft Mihla eine Einwohnerzahl von 6 226 und liegt damit weit über der in der Thüringer Kommunalordnung regelmäßig geforderten Mindesteinwohnerzahl von 5 000 für Verwaltungsgemeinschaften.

Mit der Sitzgemeinde Mihla der Verwaltungsgemeinschaft Mihla ist Bischofroda durch regionale Verkehrswege verbunden. Die Entfernung beider Orte voneinander beträgt etwa 3,5 km. Mihla ist das regionale Zentrum dieses Bereichs, auf das auch Bischofroda traditionell, infrastrukturell und verwaltungsmäßig überwiegend orientiert ist. Mihla ist im Regionalen Raumordnungsplan Südthüringen als Kleinzentrum ausgewiesen, zu dessen Verflechtungsbereich auch Bischofroda gehört.

Zu § 37 (Verwaltungsgemeinschaft Behringen):

Die Verwaltungsgemeinschaft Behringen, bestehend aus den Gemeinden Behringen (1 681 Einwohner), Craula (330 Einwohner), Reichenbach (446 Einwohner), Tüngeda (599 Einwohner) und Wolfsbehringen (530 Einwohner), wird aufgelöst. Mit insgesamt 3 586 Einwohnern liegt sie weit unterhalb der in der Thüringer Kommunalordnung regelmäßig geforderten Mindesteinwohnerzahl von 5 000 für Verwaltungsgemeinschaften. Die Gemeinden Behringen, Craula, Reichenbach, Tüngeda und Wolfsbehringen liegen an der nordöstlichen Grenze des Wartburgkreises. Das Gebiet der Verwaltungsgemeinschaft ist im Norden, Osten und Süden durch die Landkreisgrenze begrenzt. Im Westen grenzen die Gemeinde Hörselberg (3 292 Einwohner) und die Gemeinde Berka v.d. Hainich der Verwaltungsgemeinschaft Mihla (5 648 Einwohner) an. Da sich im Umfeld der Verwaltungsgemeinschaft Behringen Verwaltungsstrukturen herausgebildet haben, die den Vorgaben der Thüringer Kommunalordnung entsprechen, ist eine Zuordnung anderer Gemeinden im Hinblick auf die Gesamtstruktur dieser Region nicht