Dazu werden Veranstaltungen sowie mehrtägige Seminare durchgeführt

Friedrich-Naumann-Stiftung (FNS)

Die FNS ist die Stiftung für liberale Politik in der Bundesrepublik. Ziel ist, durch politische Bildung mehr und mehr Menschen Politikverständnis nahe zu bringen sowie zu politischem Engagement zu ermutigen.

Dazu werden Veranstaltungen sowie mehrtägige Seminare durchgeführt. Thematisch bewegen sich die Seminare im Bereich von Kommunalpolitik, Wirtschafts- und Finanzpolitik sowie politischer Fertigkeiten wie Rhetorik und Schülerzeitungen.

Die Friedrich-Naumann-Stiftung hat 1995 14 Veranstaltungen, in der Mehrzahl mehrtägig, mit mehr als 460

Teilnehmern in Thüringen durchgeführt. Auf gesellschaftlichem und wirtschaftlichem Gebiet setzt sie ihren Schwerpunkt auf Liberalität.

Im Rahmen der Stiftungsinitiative gegen Gewalt und Fremdenfeindlichkeit fanden insbesondere Veranstaltungen mit Schülern statt.

Veranstaltungen führt sie auch im kulturellen Bereich und in der Kommunalpolitik durch.

Querdenken e.V.

Das Bildungswerk Querdenken e.V. nimmt die Aufgaben als parteinahe Stiftung von Bündnis 90/Die Grünen wahr.

Zweck und Ziel sind insbesondere die Förderung der politischen Bildung, der Toleranz gegenüber anderen Kulturen, der Diskussion über alternative Gesellschaftskonzepte unter wirtschaftlich-ökologischen, sozialen, demokratischen und ethischen Aspekten sowie die Förderung von Wissenschaft und Forschung.

Zur Erreichung des Zieles dienen Seminare, Vorlesungsreihen, Ausstellungen und Vorträge.

Jährlich führt sie in Thüringen 30 bis 40 Veranstaltungen durch. Inhaltliche Schwerpunkte liegen in den Bereichen Ökologie, Umwelt- und Naturschutz, Demokratieentwicklung, Arbeit mit Jugendlichen und Entwicklungspolitik. Die Durchführung einer Versammlung am Ersten Runden Tisch unter dem Motto Notwendigkeit und Chancen entwicklungspolitischer Lobbyarbeit sowie ein Streitgespräch zum Thema Politik und Moral in Ostdeutschland werden im Sachbericht für 1994 besonders hervorgehoben.

Zu 2.: Das Bildungswerk Erfurt der Konrad-Adenauer-Stiftung hat zu Fragen und Aspekten der nationalsozialistischen einer Reihe von Wochenseminaren, insbesondere mit älteren Schülern bzw. Studenten, gewidmet: Vergangenheitgeleistet:

- Theresienstadt - Kinder des Holocaust, Theateraufführung,

- Verfolgung und Widerstand 1933 bis 1945 - Christliche Demokraten gegen Hitler, Ausstellung in Apolda, Erfurt,

- Kaninchen von Ravensbrück, Autorenlesung,

Die Friedrich-Ebert-Stiftung hat im Jahre 1995 folgende Beiträge zur Aufarbeitung der nationalsozialistischen Vergangenheitgeleistet:

- Hermann Brill - Gegen den Strom, Ausstellung,

- Hermann Brill - Einem Kämpfer gegen Hitler und Ulbricht,

- Weiße Rose, Ausstellung,

- Die Weimarer Republik,

- Jede Verfolgung macht uns erbarmungsloser, Vortrag,

- Adolf Reichweins Schulmodell, Tagung,

- Lesung und Diskussion mit Jorge Semprún,

- Bilder von Auschwitz in Weimar, Vortrag von Herrn Prof. Dr. Detlef Hoffmann,

- NOW-Fotografien aus ehemaligen deutschen Todeslagern von Alan Cohen, USA.

Drucksache 2/1181 Thüringer Landtag - 2. Wahlperiode

Veranstaltungen der Friedrich-Naumann-Stiftung beschäftigt:

- Widerstand, Verfolgung und Immigration Liberaler von 1933 bis 1945 Ausstellung,

- Minderheiten in Deutschland: jüdische Lebenswelten, Seminar,

- Auschwitz! Vergangenheit! Vergessen!, Abendveranstaltung.

Querdenken e.V. hat bisher keine Veranstaltungen zur Aufarbeitung der NS-Zeit durchgeführt.

Zu 3.: Zu Fragen und Aspekten der Aufarbeitung von DDR-Vergangenheit hat das Bildungswerk Erfurt der 14 Veranstaltungen durchgeführt.

Teil die Beschäftigung und Auseinandersetzung mit der deutsch-deutschen Nachkriegsgeschichte im Vordergrund zur europäischen Integration, thematisiert wurden.

Bildungsveranstaltungen zu folgenden Themen führte die Konrad-Adenauer-Stiftung zur Aufarbeitung der DDRVergangenheit durch:

- Verschleppt ans Ende der Welt - Frauenschicksale nach dem Zweiten Weltkrieg, Gesprächsabend,

- Lüg Vaterland - Eine Untersuchung des Bildungssystems der ehemaligen DDR, Autorenlesung,

- Abreißkalender, Autorenlesung,

- Ausflug ins Paradies,

- So bunt ist unser Glaube - Hintergründe eines ungewöhnlichen Jugendbuches in der ehemaligen DDR, Ausstellung,

- Kriegsende in Thüringen - 50 Jahre danach, Symposium,

- Aus der Geschichte sollt ihr lernen,

- Als quer durchs Land und Grenze war, Autorenlesung,

- Konzentrationslager und Speziallager Buchenwald: das Erbe zweier Diktaturen,

- Sternenbanner und Sowjetstern - Kriegsende und Neuanfang 1945 in Thüringen,

- Nikolaikirche, Autorenlesung mit Erich Loest,

- Aus Erfahrungen lernen und gemeinsam die Zukunft gestalten.

Die Friedrich-Ebert-Stiftung bot folgende Beiträge zur Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit an:

- Der 17. Juni 1953, Ausstellung,

- Buchenwald und die DDR oder. Die Suche nach Selbstlegitimation, Vortrag und Diskussion mit Herrn Prof. Overesch,

- Der Wendehals oder Trotz desto nicht, Lesung des Autors Volker Braun aus seinem gleichlautenden Buch,

- Alternative Künstlerszene im Blickfeld der Stasi, Lesung M. Morgners aus seinem Buch. Die Maske,

- Lesung und Diskussion mit Erich Loest, Lesung aus seinem Buch Nikolaikirche.

Zur Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit gab es drei Veranstaltungen der Friedrich-Naumann-Stiftung:

- Die unverkrampfte Nation,

- Heimatbilder - Ansichten zu Deutschland - Ausstellung,

- Gerechtigkeit gewollt - den Rechtsstaat bekommen, Abendveranstaltung.

Der Verein Querdenken führte zum o. g. Thema gemeinsame Veranstaltungen mit dem Kuratorium Schloß Ettersburg e. V. und der Evangelischen Akademie Thüringen durch:

- Niemandem geschadet... Zu Mißbrauch der Psychologie durch die Staatssicherheit der DDR,

- Politik und Moral in Ostdeutschland, Podiumsdiskussion,

- Zur Beförderung der Humanität, Poetikvorlesungen (in Zusammenarbeit mit dem Collegium Europaeum Jenense).

VI. Landeszentrale für politische Bildung

Zu 1.: Grundsätzlich stehen die Angebote der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen (LZT) allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern des Landes Thüringen offen. Dies gilt vor allem für das Publikationsangebot. Im Bereiche, um einen effektiven Einsatz der zur Verfügung stehenden Sachmittel zu erreichen. Schwerpunkte bilden dabei Mitarbeiter in Einrichtungen der Jugend- und Erwachsenenbildung, Sozialarbeiter, Lehrer, Angehörige für Frauen, für Senioren oder andere homogene Gruppen sowie völlig freie Angebote.

Zu 2.: Entsprechend der Anordnung der Landesregierung über die Errichtung der LZT vom 26. Februar 1991 (GVBl. S. 59) hat die LZT die Aufgabe, die politische Bildungsarbeit der im Land Thüringen vorhandenen Einrichtungen und Organisationen, die sich der politischen Bildung widmen, anzuregen und zu fördern, die Zusammenarbeit und den Bildungsangebot zu erweitern und schließlich durch eigene Maßnahmen zur politischen Bildung der Bürgerinnen und Bürger beizutragen. Die LZT vergibt daher keine Fördermittel im Sinne von reinen Zuwendungen, sondern befördert Projekte und Vorhaben Dritter im Rahmen von Kooperationen, die von der gemeinsamen Planung und Durchführung von Veranstaltungen über die Vermittlung von Referenten bis zu reinen finanziellen Beteiligungen (Übernahme von Honoraren oder anderen finanziellen Leistungen) reichen.

Die Verwendung der zur Verfügung stehenden Mittel und damit auch das Verhältnis von Eigenveranstaltungen und Förderungen soll an den Zahlen von 1994 dargestellt werden (vgl. Jahresbericht 1994 der LZT): Der größte Teil der Sachmittel wurde für eigene Veranstaltungen ausgegeben (36,02 Prozent), an zweiter Stelle in der Mittelverwendung steht der Bereich der Publikationen (33,95 Prozent). Für gemeinsam gestaltete Projekte mit anderen Bildungsträgern hatten einen Anteil von 3,59 Prozent. Die Zahlen für 1995 enthält der Jahresbericht 1995, der noch nicht vorliegt.