Ausbaugewerbe

Die Entwicklung des Ausbaugewerbes in den Regionen und Kreisen verlief 1998 sehr uneinheitlich. Vereinzelten Zuwächsen standen eine Vielzahl von Abnahmen gegenüber.

Der Umsatz im Ausbaugewerbe sank thüringenweit um 8,4 %. Überdurchschnittliche Verluste ergaben sich in den Regionen Südthüringen (-13,8 %) und Nordthüringen (-11,7 %). Innerhalb der Kreise verlief die Spannbreite der Umsatzentwicklung von +11,4 % im Landkreis Hildburghausen bis -37,2 % im Landkreis Sonneberg.

Die schlechte Ertrags- und Auftragslage führte zu einem Abbau der Beschäftigten im Thüringer Ausbaugewerbe um 11,9 % auf 21.075 Personen im Vierteljahresdurchschnitt. Die Regionen Süd- und Nordthüringen waren wie beim Umsatz überdurchschnittlich betroffen. In beiden Gebieten sank die Beschäftigtenanzahl um 16,3 %.

Zu extrem hohen Beschäftigungsverlusten kam es in den Kreisen Eisenach (-36,2 %) und Sonneberg (-34,4 %). Einen Beschäftigtenzuwachs verzeichneten nur die Kreise Hildburghausen (+10,0 %) und Suhl (+5,0 %).

Da der Beschäftigtenabbau höher ausfiel als der Umsatzrückgang kam es zu einer Produktivitätssteigerung im Ausbaugewerbe um 3,9 % auf 31.983 DM. Innerhalb der Kreise lagen die Werte zwischen 25.723 DM im Landkreis Weimarer Land und 43.216 DM in der kreisfreien Stadt Jena. Der Produktivitätszuwachs schwankte zwischen 24,4 % in Eisenach und 1,2 % in Hildburghausen. Produktivitätsverluste ergaben sich in sieben Kreisen, den höchsten verzeichnete der Ilm- Kreis mit -11,2 %.

Die Beschäftigtendichte des Thüringer Ausbaugewerbes reduzierte sich um eine Person auf 9

Beschäftigte je 1.000 Einwohner im Vergleich zum Vorjahr. Den höchsten Besatz wiesen die kreisfreien Städte Erfurt und Weimar mit je 14 Personen auf. Die niedrigste Dichte mit je 5

Personen wurde in den Kreisen Gera, Sonneberg und Ilm- Kreis sowie Weimarer Land festgestellt.