Benannten Stelle des LMET genehmigten Qualitätsmanagementsysteme gelangten damit weitere ca

Das LMET war auch 1998, wie bereits in den Jahren 1995 bis 1997, erfolgreich als Benannte Stelle der EU (CE 0118) im Geltungsbereich der Richtlinie 93/42/EWG des Rates über Medizinprodukte tätig.

Insgesamt wurden 69 Konformitätsbewertungsverfahren durch die Zertifizierungsstelle durchgeführt. Die überwiegende Anzahl dieser Verfahren bezog sich auf Produktzertifizierungen von mechanischen und elektronischen Blutdruckmessgeräten sowie von elektronischen Fieberthermometern. Vom Prüflaboratorium für medizinische Messgeräte wurden in diesem Rahmen 35.714 Produkte geprüft. Dadurch kamen ca. 500.000 Blutdruckmessgeräte und ca. 30.000 elektronische Fieberthermometer CE-gekennzeichnet auf den Markt der Europäischen Union.

Über die von der Benannten Stelle des LMET genehmigten Qualitätsmanagementsysteme gelangten damit weitere ca. 200.000 Blutdruckmessgeräte und ca. 5.000.000 Fieberthermometer auf den europäischen Markt.

Da der Bedarf zur Durchführung von Konformitätsbewertungsverfahren, insbesondere im Thüringer Raum, durch den derzeitigen Geltungsbereich der Benannten Stelle nicht abgedeckt werden kann, wurde in 1998 ein entsprechender Antrag auf Erweiterung der Befugnis bei der Zentralstelle der Länder für Sicherheitstechnik (ZLS) gestellt.

4. Entwicklung der beruflichen Bildung

4. 1 Erstausbildung

Im Mittelpunkt der Aufgaben im Bereich der beruflichen Bildung des Wirtschaftsressorts des Landes Thüringen stand im Berichtsjahr 1998, wie in den Vorjahren auch, die Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit junger Menschen durch eine qualifizierte und zukunftsgerichtete Berufsausbildung im dualen System oder in anderen berufsqualifizierenden Bildungsgängen und die Ausbildung eines qualifizierten Fachkräftenachwuchses für die Thüringer Wirtschaft. Es wurden alle Anstrengungen unternommen, um jedem Jugendlichen, der dies wünschte, nach Verlassen der allgemeinbildenden Schule ein Ausbildungsangebot unterbreiten zu können.

Das Erreichen dieser Zielstellung erforderte insbesondere auf Grund der schwierigen Beschäftigungs- und Wirtschaftssituation in Thüringen und des seit Anfang der neunziger Jahre deutlichen demografischen Anstiegs der Zahl der Schulabgänger, der weiter gestiegenen Altnachfrage und nicht zuletzt wegen der hohen Akzeptanz des dualen Systems der Berufsausbildung durch die Jugendlichen ein hohes Ausbildungsengagement der Unternehmen der Wirtschaft und aller an der Berufsausbildung Beteiligten.

Die angespannte Lage der vergangenen Jahre auf dem Ausbildungsstellenmarkt im Freistaat Thüringen hat sich im Berufsberatungsjahr 1997/98 fortgesetzt. Im gesamten Ausbildungsjahr war die Lehrstellensituation, wie in den Vorjahren, gleichermaßen schwierig. Bis zum Ende des Berufsberatungsjahres - September 1998 - entschärfte sich die Situation deutlich; die Resultate lagen insgesamt betrachtet über dem Vorjahresniveau und über dem Durchschnitt der Ergebnisse der neuen Länder. Es wurden weniger unvermittelte Bewerber als im Vorjahr registriert.

Angebot und Nachfrage nach Ausbildungsplätzen

Die Beurteilung der Ausbildungssituation während bzw. zum Abschluss des Berufsberatungsjahres erfolgt im Freistaat Thüringen im wesentlichen im Rahmen der monatlichen Erhebungen über das Angebot und die Nachfrage an Ausbildungsplätzen auf der Grundlage der Berufsberatungsstatistik der Bundesanstalt für Arbeit. Neben dieser statistischen Erfassung, die jeweils am 1. Oktober beginnt und am 30. September des Folgejahres endet, werden insbesondere in der Abschlussbilanz die Erhebungen des Bundesinstituts für Berufsbildung zu den bei den zuständigen Stellen nach dem Berufsbildungsgesetz registrierten neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen sowie die Informationen der Kammern und Verbände zur Beurteilung der Ausbildungssituation herangezogen.

Danach waren am 30. 09. 1998 bei den Arbeitsämtern in Thüringen 1.055 Jugendliche (Vorjahr 1.396) registriert, die weiterhin einen Ausbildungsplatz suchten. Mit einem Anteil von 2,8 % nicht vermittelter Jugendlicher an allen gemeldeten Bewerbern und Bewerberinnen (Vorjahr 3,8 %) war das Ergebnis besser als der Durchschnitt der neuen Länder (5,4 %) und der alten Bundesländer (4,1 %). Auf Grund der intensiv weiter geführten Vermittlungsbemühungen der Arbeitsämter und der konsequenten Umsetzung der Maßnahmen entsprechend der Thüringer Ausbildungsinitiative - Aktionsprogramm 1998 konnte die Zahl der nicht vermittelten Jugendlichen von 1.055 Ende September 1998 bis zum Jahresende auf 328 (Vorjahr 432) reduziert werden. Damit wurde ein besseres Ergebnis als in den vergangenen zwei Jahren erreicht.

Demgegenüber gab es 93 gemeldete offene betriebliche Ausbildungsplätze (Vorjahr 157). Im Rahmen des Bund/Länder-Sonderprogrammes Zukunftsinitiative 1998 sowie der Sonderprogramme des Freistaats Thüringen wurden bis Ende September 2.957 der insgesamt 3.800 Plätze in Anspruch genommen, wobei der überwiegende Teil der noch nicht besetzten Plätze (etwa 500) in den vollzeitschulischen Ausbildungsgängen der berufsqualifizierenden Berufsfachschulen zu verzeichnen war.

Nachfrage nach Ausbildungsstellen erneut deutlich gestiegen

Nach den statistischen Angaben meldeten sich seit dem Berufsberatungsjahr 1991/92 in den Thüringer Arbeitsämtern von Jahr zu Jahr mehr Jugendliche, um sich Rat und Auskunft in Fragen der Berufswahl und Ausbildung zu holen.