Vorhabenbezogene Kennziffern. Das Investitionsvolumen pro Vorhaben sank von rund 10 Mio

Das Investitionsvolumen pro Vorhaben sank von rund 10 Mio. DM in 1991 auf rund 2 Mio. DM in 1997. Mit rund 3 Mio. DM lag es 1998 im Vergleich zum Vorjahr wieder deutlich höher.

Mit einem Durchschnittswert von sechs neu geschaffenen Arbeitsplätzen pro Vorhaben in 1998 wurde der Wert des Jahres 1997 verdoppelt und damit der Trend der letzten Jahre gestoppt.

Im Vergleich zum Vorjahr wurden 1998 insgesamt weniger Vorhaben der gewerblichen Wirtschaft, aber ein um ca. 60 % höheres Gesamtinvestitionsvolumen gefördert. Ein höheres Gesamtinvestitionsvolumen kann jedoch nur induziert werden, wenn einerseits Zuschussmittel in entsprechender Höhe zur Verfügung stehen. Deshalb wurde 1998 das zur Bewilligung zur Verfügung stehende GA-Mittelvolumen aufgrund der großen Nachfrage nach Fördermitteln durch Vorziehung von EFRE-Mitteln aus 1999 aufgestockt.

Zum anderen wirkte sich die Reduzierung der Fördersätze im Rahmen der Weiterentwicklung der Thüringer GA-Durchführungsbestimmungen von 1997/1998 aus. Während noch 1997 zur Unterstützung der gewerblichen Investitionen ein durchschnittlicher GA-Fördersatz von 36,14 % gewährt wurde, lag der durchschnittliche Fördersatz 1998 bei 29,89 % und damit 6,25 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert.

Die Absenkung der Fördersätze bedingte die Mobilisierung von Privatkapital in größerem Umfang für die Investitionsdurchführung als im Vorjahr. Die Investoren haben den geringeren Anteil an GA-Fördermitteln durch Eigen- und andere Fremdmittel gesichert. Ein nicht unwesentlicher Aspekt ist in diesem Zusammenhang auch die Inanspruchnahme von Mitteln der Investitionszulage, die auf Grund ihrer Subventionserheblichkeit den GA-Anteil an der Gesamtfinanzierung reduzieren können.

Differenzierung nach Investitionsarten

Der Anteil der Errichtungsinvestitionen, der 1991 noch bei rund 96 % des geförderten Investitionsvolumens lag, ging kontinuierlich auf rund ein Drittel in 1997 zurück. Auch bedingt durch die prioritäre Förderung von Errichtungsinvestitionen hat sich deren Anteil an den mit GA-Mitteln unterstützten Projekten im Vergleich zum Vorjahr wieder leicht erhöht.

Mit einem Anteil von über 42 % am Gesamtinvestitionsvolumen in 1998 hat sich die Dominanz der Erweiterungsvorhaben gegenüber den letzten Jahren nochmals erhöht.

Lediglich der Anteil der sonstigen Investitionen am Investitionsvolumen gesamt ist gegenüber dem Vorjahreswert in 1998 leicht auf 21,5 % gesunken.

Damit entfielen 1998 wie auch schon 1997 rund zwei Drittel des geförderten Investitionsvolumens auf Folgeinvestitionen in bestehende Betriebsstätten. Aus dieser Tatsache lässt sich eine positive Entwicklung vieler bereits geförderter Unternehmen und damit eine zunehmende Stabilität insbesondere des Verarbeitenden Gewerbes ableiten. Allerdings sind diese Vorhaben in der Regel weniger investitionsaufwendig und sichern tendenziell eher vorhandene Arbeitsplätze als sie neue Arbeitsplätze schaffen (Tabelle 2.1.5/2 und Bild 2.1.5/1).

Die GA hat sich damit in den letzten Jahren nicht nur als ein wichtiges Instrument der Förderung neuer Investitionsvorhaben erwiesen, sondern sich als eine feste Funktion bei der Unterstützung der Unternehmen in der Wachstumsphase und bei der Bestandsentwicklung etabliert.