Krankenhaus

2. Wahlperiode Mündliche Anfrage des Abgeordneten Wunderlich (CDU) Auswirkungen des Kabinettsbeschlusses zum 3. Krankenhausplan auf das Kreiskrankenhaus Rudolstadt

Im Krankenhausplan ist die Schließung der Kinderabteilung in Rudolstadt bei gleichzeitiger Erweiterung der Kinderabteilung in Saalfeld vorgesehen, obwohl diese Entscheidung dem Votum des Kreistags (Saalfeld 40/Rudolstadt 20) widerspricht.

Vom Ministerium für Soziales und Gesundheit selbst wird bestätigt, dass auch kleinere Abteilungen in ihrem Bestand zu sichern sind, wie richtigerweise die Kinderabteilungen z. B. in Apolda und Sömmerda beweisen.

Über das Gutachten hinausgehend ist die Schließung der Augenabteilung vorgesehen.

Ich frage die Landesregierung:

1. Was bewog das Ministerium für Soziales und Gesundheit regional dermaßen Unterschiede bei der Sicherung in der Kinderheilkunde durchzusetzen?

2. Welche Vorteile sieht das Ministerium für Soziales und Gesundheit vor allem finanziell bei der Belastung pro Bett und insgesamt im Verhältnis zwischen Rudolstadt und Saalfeld?

3. Warum wird auf eine stationäre Versorgung im im Landkreis Saalfeld-Rudolstadt verzichtet, obwohl der Reduzierung auf zehn Betten zugestimmt worden ist?

4. Kann man Zeitungsberichten glauben, dass nach einem Gespräch zwischen Staatssekretär Dr. Schröder und dem Bürgermeister von Rudolstadt der Standort Rudolstadt insgesamt in Frage gestellt wird, weil man nur noch ein Krankenhaus pro Landkreis akzeptieren will?

Wunderlich

3. März 1998