Abitur- und Akademikerquote in Thüringen

Zunehmender Studienverzicht und zunehmender Abbruch des Studiums sind im Gespräch.

Ich frage die Landesregierung:

1. Wie hoch ist der Abiturienten (insgesamt, darunter weiblich) am jeweiligen Altersjahrgang von 1994 bis 1999?

2. Wie hoch ist der Anteil der Abiturienten (insgesamt, darunter weiblich), die kein Studium in den Jahren von 1994 bis 1999 aufnahmen?

3. Sind Aussagen über die Motive möglich, die Abiturienten (insgesamt, darunter weiblich) von der Aufnahme eines Studiums zurücktreten lassen?

4. Wie hoch ist der Anteil der Absolventen (insgesamt, darunter weiblich) eines Hochschulstudiums am jeweiligen Altersjahrgang von 1994 bis 1999?

5. Wie hoch ist die Abbrecherquote bei Studierenden (insgesamt, darunter weiblich) der Lehramtsstudiengänge, im Maschinenbau, in Jura und... jeweils in den Jahren 1994 bis 1999?

6. Sind Aussagen über die hauptsächlichen Motive möglich, die einen Studienabbruch begründen?

7. Welche Maßnahmen der Hochschulen hält die Landesregierung für geeignet, den Umfang des Studienabbruchs zu verringern?

Das Thüringer Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst hat die namens der Landesregierung mit Schreiben vom 1. August 2000 (Eingang: 10. August 2000) wie folgt beantwortet: Vorab möchte ich bemerken, dass Status- und Funktionsbezeichnungen in der Antwort jeweils in männlicher und weiblicher Form gelten.

Zu 1.

Erst seit dem Schuljahr 1998/99 sind diese erhoben worden, das heißt, in der oben angeführten Zahl der Abiturienten sind 83 (davon weiblich 34) Abiturienten des Kollegs enthalten.

Eine genaue Zuweisung der Absolventen des Kollegs zu einem bestimmten Altersjahrgang ist nicht möglich. Dezember des Jahres.

Die Bevölkerungszahlen der berufsbildenden Schulen ergeben sich aus den Altersjahrgängen der 18- bis unter 21-Jährigen zum Stichtag 31. Dezember des Jahres.

Zu 2.: Nach vorliegenden Schätzungen sank der Anteil der Abiturienten aus Thüringen, die kein Hochschulstudium begannen, seit dem Abiturjahrgang 1994/95 von etwa 43 Prozent auf rund 34 Prozent der Gesamtzahl der Abiturienten aus Thüringen (Abiturjahrgang 1998/99).

Bei der jahrgangsbezogenen Anteilsbildung der Absolventen wurde der Bezug zu der Altersgruppe der 25-Jährigen hergestellt.

Wie der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen ist, weist die Statistik ein Wachsen der Quote der Absolventen gesamt und auch der Quote der weiblichen Absolventen aus. Für die Angaben in der Tabelle wurden deshalb Zuarbeiten der Hochschulen ausgewertet. Unter Abbrechern sind dabei alle diejenigen erfasst, die das Studium ohne Abschluss beendeten. Die Angaben liegen nur geschlechtsneutral vor. Weiterbildungsstudienformen blieben unberücksichtigt.