Ausbaugewerbe

Im Ausbaugewerbe stieg die Anzahl der Betriebe um 11,2 % auf 653 im Jahr 1997. Eine überdurchschnittliche Zunahme wiesen die Regionen Ostthüringen (20,6 %) und Nordthüringen (17,7 %) auf, während Südthüringen (8,2 %) unterdurchschnittlich zulegte. Lediglich in Mittelthüringen reduzierte sich die Anzahl der Betriebe (- 0,4 %).

Besonders hohe Zugänge wiesen die Landkreise Saale-Holzland-Kreis (37,5 %), Altenburger Land (36,4 %) und Greiz (33,1 %) auf.

Der leichte Umsatzanstieg im Ausbaugewerbe um 0,7 % ergab sich aus Umsatzsteigerungen in Südthüringen (5,5 %) und Osthüringen (2,7 %) sowie Rückgängen in Mittelthüringen (- 3,0 %) und Nordthüringen (- 1,2 %).

Im Umsatzanteil gelang es Ostthüringen seine Position auf 32,8 % zu verbessern und Mittelthüringen (32,7 %) auf den zweiten Platz zu verdrängen.

Die Umsatzentwicklung der Kreise war durch große Unterschiede gekennzeichnet. Die größte Spreizung innerhalb der Regionen trat in Ostthüringen auf. Während der einen Umsatzanstieg von 23,2 % erzielte, sank der Umsatz in Gera, Stadt um 24,2 %.

Diese beiden Veränderungen waren auch für ganz Thüringen oberer und unterer Wert beim Umsatzwachstum.

Thüringenweit waren 23.919 Personen im Jahresdurchschnitt 1997 im Ausbaugewerbe beschäftigt, 3,4 % mehr als im Jahr 1996.

Einem Beschäftigtenrückgang in Mittelthüringen um 4,1 % standen Zuwächse in den anderen Regionen gegenüber. Die prozentual höchste Zunahme ergab sich in Nordthüringen mit 9,4 % (328 Personen). Hier führte ein Umsatzrückgang um 1,2 % sowie eine Beschäftigtenzunahme um 9,4 % zu einem Rückgang der Produktivität um 9,8 % auf 28.501 DM.

Die höchste Produktivität erzielten die Ausbaubetriebe in Jena, Stadt mit 40.094 DM im Quartalsdurchschnitt. Die geringste Produktivität wiesen die Betriebe im Landkreis Weimarer Land mit 24.961 DM aus.

Der ausbaugewerbliche Besatz erhöhte sich 1997 um eine Person auf zehn Beschäftigte je 1.000 Einwohner. In den Städten Erfurt und Weimar wurde mit je 15 Beschäftigten der größte Besatz festgestellt. Der geringste Besatz ergab sich in den Kreisen Hildburghausen und Weimarer Land mit je fünf Personen.