Kredit

Den größten Umsatzrückgang wies das Bekleidungsgewerbe mit einem Minus von 17,5 % auf.

Im Baugewerbe setzte sich 1997 der rückläufige Trend fort. Sowohl im Bauhaupt- als auch im Ausbaugewerbe nahmen die Beschäftigtenzahl und der Umsatz weiter ab. Im Vergleich der Monatsdurchschnitte der Jahre 1996 und 1997 ergab sich im Bauhauptgewerbe ein Umsatzrückgang von 0,8 % und im Ausbaugewerbe von 2,8 %.

3. Handwerk

Trotz verschärfter Marktbedingungen hat sich das Thüringer Handwerk im Berichtszeitraum 1997/98 auch weiterhin als dominanter Wirtschaftszweig unserer Region dynamisch entwikkelt.

Die Anzahl der bei den Thüringer Handwerkskammern eingetragenen Handwerks- und handwerksähnlichen Betriebe erhöhte sich im Vergleich zu 1996 auf insgesamt 28.615 bzw. 103,6 %, darunter die Handwerksunternehmen auf 23.786 bzw. 101,1 % und die handwerksähnlichen Betriebe auf 4.829 bzw. 117,7 %. Demzufolge war im Jahre 1997 ein absoluter Zugang von 997 Betrieben zu verzeichnen, davon 270 Handwerks- und 727 handwerksähnliche Betriebe. Somit setzt sich der Trend fort, daß sich der absolute Zugang an Handwerksunternehmen verlangsamt und andererseits im handwerksähnlichen Sektor ein sprunghafter Anstieg an Betrieben zu erkennen ist.

Tabelle 3.082 1. Das betrifft vor allem die Hauptgruppen Bau/Ausbau sowie Elektro/Metall.

Deutliche Rückgänge sind in den Branchen Bekleidung/Textil/Leder, Holz, Glas/Papier/Keramik sowie Nahrungsmittel zu verzeichnen. Dagegen ist in der Branche Gesundheit/Körperpflege/Reinigung eine überdurchschnittliche Erhöhung der Anzahl der Unternehmen eingetreten.

Der bereits in den zurückliegenden Jahren sich abzeichnende Trend der zahlenmäßigen Erweiterung der Betriebe im handwerksähnlichen Gewerbe hat sich im Jahre 1997 weiter verstärkt. Eine sprunghafte Erhöhung der Anzahl der Betriebe war insbesondere im Bau/Ausbau sowie im Holzsektor zu verzeichnen. Das betrifft vor allem den Anstieg der Betriebe im Gerüstbau, Holz- und Bautenschutz sowie Einbau von genormten Baufertigteilen.

Die in den Jahren 1995/96 eingetretene Abschwächung der Konjunktur hat sich 1997 fortgesetzt. Im Bau-/ Ausbauhandwerk ist deshalb wiederum ein Rückgang im Umsatz bzw. der Beschäftigten vorhanden.

Im Metallhandwerk hat sich der leichte konjunkturelle Aufwärtstrend im Jahre 1997 fortgesetzt.

Nach wie vor fehlten jedoch in diesem Sektor die potentiellen industriellen Auftraggeber.

Das Thüringer Nahrungsmittelhandwerk mußte im Berichtszeitraum wiederum einen Rückgang an Unternehmen verzeichnen. Ausschlaggebend dafür war der überaus hohe Wettbewerbsdruck der Handelsketten sowie die hohe Kostenbelastung bei Wasser, Abwasser und Energie sowie die Rückzahlung von Krediten für Investitionen der zurückliegenden Jahre.

Im Bekleidungs-, Textil- und Lederhandwerk sowie im Glas-, Papier- und Keramikerhandwerk hat die rückläufige Tendenz in den Betriebszahlen angehalten. Im Gesundheits-, Körperpflege- und Reinigungshandwerk ist im Vergleich zu 1996 die Anzahl der Betriebe um 5,3 % angestiegen. Die wesentliche Ursache dafür war vor allem die weitere Erhöhung der Anzahl der Betriebe im Friseurhandwerk. Hier hat sich der Trend zu kleineren Unternehmen und einem Rückgang der Beschäftigtenzahl fortgesetzt.

Die herausgehobene Stellung des Handwerks in Thüringen wird auch an der ständig zunehmenden Kreditvergabe deutlich. Wurden im Jahre 1991 883 Mio.