Eintritte in Maßnahmen zur beruflichen Fortbildung und Umschulung nach Wohnort in Thüringen nach Arbeitsamtsbezirken 1994 bis1996

Seit Inkrafttreten des Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetzes wurden insgesamt 2.

Anträge eingereicht, von denen bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt (01. 03. 1998) 2. bewilligt wurden. Lediglich 68 Anträge mußten abgelehnt werden.

Die positive Entwicklung des Handwerks verdeutlicht auch die Anzahl der Teilnehmer an Meistervorbereitungslehrgängen sowie der bestandenen Meisterprüfungen in den drei Kammerbezirken Thüringens. Im Jahr 1997 nahmen in Thüringen insgesamt 5.433 Gesellen an Meistervorbereitungslehrgängen teil. 1.515 erfolgreich abgeschlossene Meisterprüfungen konnten registriert werden.

E Wirtschaftsförderung

1. Grundsätze und Schwerpunkte der Landesförderung

Trotz zahlreicher Anpassungsfortschritte hat die ostdeutsche Wirtschaft noch keine selbstragendes Wirtschaftswachstum erreicht. Nach wie vor bestehen besondere Nachteile für die wirtschaftliche Entwicklung gegenüber dem früheren Bundesgebiet. Aus diesem Grund ist auch weiterhin eine besondere Wirtschaftsförderung gerechtfertigt und erforderlich.

Die Wirtschaftsförderprogramme des Freistaates Thüringen ergänzen die Fördermaßnahmen der Europäischen Union und des Bundes. Die Wirtschaftsförderung in Thüringen ist vor allem Mittelstandsförderung und schwerpunktmäßig auf die Investitionsförderung ausgerichtet. Damit werden Anreize zum Ausbau und zur Modernisierung des privaten Kapitalstocks gesetzt.

Den Kern der Investitionsförderung bildet die Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GA). Von Bund und Land gemeinsam finanziert, wurde sie als strukturpolitisches Instrument zur Ausgleichung regionaler Entwicklungsunterschiede konzipiert.

Da die Möglichkeit, strukturpolitisch bedeutsame Vorhaben besonders zu fördern, gegeben ist, hilft es der regionalen Wirtschaftspolitik, auswärtige Investoren zu gewinnen.

Ergänzend wirkt das Landesinvestitionsprogramm (LIP). Es begünstigt jene Investoren, die im Rahmen der GA nicht förderfähig sind. Die Förderung erreicht insbesondere Unternehmen des Handwerks, des Handels, des Gaststätten- und Beherbergungs- sowie des Dienstleistungsgewerbes sowie ausgewählte Bereiche der Freien Berufe.

In den letzten Jahren haben die Unternehmen in Thüringen große Fortschritte bei der Markterschließung erzielt. Insgesamt sind sie jedoch in zu geringem Umfang auf überregionalen Märkten präsent. Die Konzeption der Absatzförderung wurde darauf ausgerichtet, die Eigenaktivitäten der Unternehmen in diesem Bereich zu unterstützen.

Einen essentiellen Bestandteil der Mittelstandsförderung in Thüringen bildet die Forschungs- und Technologieförderung. Sie dient der Förderung der Innovationspotentiale der Unternehmen. Innovationsaktivitäten der Unternehmen bilden eine notwendige Voraussetzung für die Erlangung und/oder Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen.