DieAusbildungssituation in Thüringen ist nach wie vor angespannt

3. Wahlperiode 04.10.

Antrag der Fraktion der PDS Ausbildungssituation in Thüringen

Die Landesregierung wird aufgefordert, dem Landtag über die Ausbildungssituation in Thüringen zu berichten. Dabei sollte besonders auf folgende Gesichtspunkte eingegangen werden:

1. Ergebnisse der in der Thüringer Ausbildungsinitiative 2000 verabredeten Maßnahmen zum 30. September 2000 und Schlussfolgerungen daraus;

2. die Qualität der Ausbildung an berufsbildenden Schulen, darunter Probleme der Unterrichtsversorgung und des Stundenausfalls.

Begründung: in Thüringen ist nach wie vor angespannt. Die Sicherung eines ausreichenden Angebots betrieblicher Ausbildungsplätze ist weiterhin nicht gewährleistet. Wiederum wird ein annähernder Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage nur durch die zusätzliche Bereitstellung zu erreichen sein. Zum Beginn 2000/2001 konnte noch nicht jedem Jugendlichen angeboten werden.

Die vom Frühjahr 2000 setzte sich unter anderem zum Ziel, die Zahl der angebotenen betrieblichen Ausbildungsplätze in um 1 400 zu erhöhen. Dieses Ziel wurde nicht erreicht.

Es ist anzumerken, dass freiwillige Selbstverpflichtungen der Arbeitgeber und Appelle der Politik offensichtlich nicht ausreichen, ein auswahlfähiges Angebot an qualitativ zum 30. September jeden Jahres zur Verfügung zu stellen.

Des Weiteren enthält die weitere Maßnahmen, über deren Realisierung Rechenschaft abzulegen ist.

Angespannt bleibt auch die Situation an berufsbildenden Schulen in Thüringen. Trotz großer Anstrengungen durch Kolleginnen und Kollegen in den berufsbildenden Schulen leidet die Qualität der Ausbildung seit Jahren durch erheblichen Unterrichtsausfall und nicht besetzte Stellen in diesem Bereich.

Die Landesregierung wird aufgefordert aufzuzeigen, wie diesen Problemen abgeholfen werden soll.

Für die Fraktion: Buse