Landesregierung

3. Wahlperiode 01.10.

Mündliche Anfrage des Abgeordneten Dr. Botz (SPD) Verwechselung einer dioxinbelasteten Maisprobe durch die Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft (TLL)

Nach dem Großbrand in der Recyclinganlage in Gösen wurde u.a. auch eine Fläche eines Wiedereinrichters mit Silomais nordöstlich der Recyclinganlage zwischen der A 9 und Gösen (Am Bombenteich) beprobt. Das von der TLL beauftragte Labor stellte eine Überschreitung der zulässigen Grenzwerte für Dioxin fest. Aufgrund einer Verwechselung teilte die TLL aber dem betroffenen Wiedereinrichter mit, dass gegen ein Verfüttern und In-Verkehr-Bringen des beprobten Maises keine Bedenken bestünden. Der betroffene Betrieb hatte bis zur Aufklärung der Verwechselung den Mais zu Silage weiterverarbeitet.

Ich frage die Landesregierung:

1. Welcher Schaden ist nach Kenntnis der Landesregierung durch die unnötige Verarbeitung zu Silomais und dessen Einlagerung sowie durch die nun erforderliche Entsorgung der verunreinigten Maissilage entstanden?

2. Welcher zusätzliche Schaden ist nach Kenntnis der Landesregierung dem Betrieb dadurch entstanden, dass er im Vertrauen darauf, ausreichend Winterfutter zur Verfügung zu haben, einen Zukauf von Silomais bisher unterlassen hatte?

3. Inwieweit ist das Land für die dem Betrieb entstandenen Schäden verantwortlich?

4. Sind der Landesregierung weitere Verwechselungen von untersuchten Proben nach dem Brand in Gösen bekannt?

Dr. Botz