Personen ohne Kinder 1 nicht direkt vergleichbar da Abweichungen in den

Soweit in den vorstehenden Übersichten die Bezeichnung Familie Verwendung findet, wird zur näheren Erläuterung auf die Beantwortung der Großen Anfrage der Fraktion der PDS zur Situation von Familien in Thüringen und Familienpolitik der Thüringer Landesregierung (Drucksache 4/437) verwiesen.

Im Bereich der Familien insgesamt ist eine Einkommensverbesserung festzustellen. Es trat eine Verschiebung hin zu höheren Haushaltsnettoeinkommen ein.

Während Familien ohne Kinder ihre Haushaltssituation deutlich verbessern konnten, trat bei Familien mit Kindern nur im oberen Einkommensbereich (2 600 Euro und mehr) eine Einkommenszunahme ein. Hier erhöhte sich der Anteil von 24,6 Prozent im Jahr 2000 auf 27,4 Prozent im Jahr 2004.

Im Bereich bis 900 Euro lagen 10,3 Prozent aller Familieneinkommen mit Kindern. Gegenüber dem Jahr 2000 stieg dieser Anteil um 1,2 Prozentpunkte, das heißt, 12,9 Prozent mehr Familien mit Kindern haben ein geringeres Haushaltsnettoeinkommen als im Jahr 2000.

Die Ursache für diese Entwicklung liegt bei den Familien mit einem Kind. Der Anteil der Familienhaushalte mit einem Nettoeinkommen von bis zu 900 Euro stieg hier von 12,2 Prozent auf 13,1 Prozent. Dies könnte auf die Absenkung der Zahl der Bezugsberechtigten des Bundeserziehungsgeldes zurückzuführen sein, welches sich auch auf den Kreis der Empfänger von Landeserziehungsgeld auswirkt, da dieses eng an das Bundeserziehungsgeldgesetz anknüpft. Insbesondere die unteren Einkommensklassen sind hiervon betroffen. Hierauf hat bereits in seiner Regierungserklärung vom 9. September 2004 hingewiesen.

Bei den Familien mit zwei Kindern hat sich dagegen die Einkommenssituation nicht merklich verändert.

Für Familien mit drei und mehr Kindern können keine Aussagen getroffen werden, da keine sicheren Angaben vorliegen.

Familien mit einem bzw. zwei Kindern und einem Nettoeinkommen über 2 600 Euro konnten dagegen ihre Einkommenssituation deutlich verbessern. So stieg der Anteil der Familienhaushalte in diesem Bereich bei Familien mit einem Kind um 4,1 Prozentpunkte auf 22,6 Prozent und bei Familien mit zwei Kindern um 3,4 Prozentpunkte auf 35,4 Prozent.

10.Welche Vergleichszahlen gibt es zu Frage 9 aus anderen Bundesländern? Wie werden die Entwicklungen in den einzelnen Bundesländern bewertet?

Vergleichszahlen anderer Bundesländer zum Haushaltsnettoeinkommen liegen nicht vor. Dementsprechend sind auch keine Bewertungen bekannt.

Vergleichszahlen zu Deutschland, dem früheren Bundesgebiet und den neuen Ländern einschließlich Berlin-Ost wurden vom Statistischen Bundesamt zum Stand 1. Halbjahr 2003 veröffentlicht. Diese Daten sind aber nur für die Einkommensklassen aller Haushalte verfügbar (vergleiche Abbildungen auf Seite 42 bis 43 aus: Wirtschaftsrechnungen - Einkommens- und Verbraucherstichprobe vom Statistischen Bundesamt; September 2004).

Die sich daraus ergebenden wesentlichsten Aussagen sind:

· Das durchschnittliche Haushaltsnettoeinkommen in den neuen Ländern lag im 1. Halbjahr 2003 bei 2 233 Euro im Monat und erreichte 77,1 Prozent des früheren Bundesgebietes. Das Thüringer Einkommen lag bei durchschnittlich 2 303 Euro und 79,6 Prozent.

· In der Einkommensklasse bis 900 Euro gibt es mit 12,8 Prozent in den neuen Ländern rund doppelt so viele Haushalte wie in den alten Ländern.

· In den oberen Einkommensklassen 3 600 bis 5 000 Euro und 5 000 bis 18 000 Euro gibt es in den neuen Ländern prozentual nur rund halb so viele Haushalte wie in den alten Ländern.