Laut Medienberichten läuft dessen Beschäftigungsverhältnis in Kürze

Juli 2005 hat folgenden Wortlaut:

Als Folge des Massakers am Erfurter Gutenberg-Gymnasium ist dort seit 2003 ein Schulpsychologe tätig.

Laut Medienberichten läuft dessen Beschäftigungsverhältnis in Kürze aus.

Ich frage die Landesregierung:

1. Welche Resultate sind durch die Tätigkeit dieses Schulpsychologen erzielt worden?

2. Wie bewertet die Landesregierung diese Resultate?

3. Aus welchen Gründen läuft das Beschäftigungsverhältnis des Schulpsychologen in Kürze aus?

4. Auf welche Weise wird dafür Sorge getragen, dass auch nach dem Auslaufen des genannten Beschäftigungsverhältnisses eine qualifizierte schulpsychologische Betreuung der Schüler und Lehrer des Gutenberg-Gymnasiums erfolgt?

5. Wie bewertet die Landesregierung die Aussage des Schulpsychologen, dass mit der Rückkehr in das Gebäude des Gutenberg-Gymnasiums für die Schüler und Lehrer eine besondere psychologische Belastung verbunden sei, die eine Verlängerung seines Beschäftigungsverhältnisses eigentlich erforderlich gemacht hätte?

Das Thüringer Kultusministerium hat die Kleine Anfrage namens der Landesregierung mit Schreiben vom 29. August 2005 wie folgt beantwortet:

Zu 1.: Die Arbeit des Schulpsychologen unterliegt der Schweigepflicht. Ergebnisse seiner Tätigkeit können somit im Detail nicht dargelegt werden.

Unstrittig ist jedoch, dass der eingesetzte Schulpsychologe für die psychologische Betreuung am Gutenberg-Gymnasium Erfurt wichtig war und sehr gute Arbeit geleistet hat.

Zu 2.: Auf die Antwort zu Frage 1 wird verwiesen.

14. September 2005

Zu 3.: Der befristete Vertrag des Schulpsychologen endete unabhängig von seinen Leistungen mit Ablauf des Monats Juli 2005. Sowohl die Haushaltslage als auch beschäftigungsrechtliche Aspekte lassen eine Vertragsverlängerung grundsätzlich nicht mehr zu.

Zu 4.: Durch den Schulpsychologischen Dienst des Staatlichen Schulamtes Erfurt wird eine weitere psychologische Begleitung der Schüler und Lehrer, insbesondere für den Zeitraum des Wiederbezugs des renovierten und umgebauten Schulgebäudes, gewährleistet.

Zwischen dem bisher betreuenden Schulpsychologen und dem Schulpsychologischen Dienst des Staatlichen Schulamtes Erfurt ist eine ordnungsgemäße Überleitung erfolgt. Ein reibungsloser Übergang der psychologischen Betreuung ist sichergestellt.

Zu 5.: Alle bis jetzt getroffenen Vorkehrungen erscheinen aus der Sicht der weiter betreuenden Psychologen als hinreichend, um die psychologische Betreuung bei der Rückkehr in das Gebäude des Staatlichen Gymnasiums Johann Gutenberg Erfurt abzusichern.

Darüber hinaus stellt auch die Unfallkasse Thüringen psychotherapeutischen Sachverstand zur Verfügung, der bei Bedarf in Anspruch genommen werden kann.

Prof. Dr. Goebel Minister.