Wohnungen

Regelungen des Gewaltschutzgesetzes und des Kinder- und Jugendhilfeweiterentwicklungsgesetzes (KICK) gemeinsam mit den freien und öffentlichen Trägern der Frauenhäuser und Frauenschutzwohnungen, den Interventionsstellen, den Frauenzentren, den Kinderschutzdiensten, den jeweiligen Landesarbeitsgemeinschaften sowie den Landkreisen und kreisfreien Städten eine Konzeption zur künftigen Struktur der Beratungs- und Schutzangebote für Gewalt- und Missbrauchsopfer zu entwickeln, auf der Grundlage einer fundierten Bedarfsfeststellung sind dabei Aussagen zur künftigen Beratungsstruktur, zum Umfang der benötigten Fachkräfte, zur Arbeitsweise und der Vernetzung der Hilfsangebote, zu den erforderlichen stationären Angeboten sowie zur erforderlichen Landesförderung zu treffen;

2. das Konzept ist dem Landtag im ersten Halbjahr 2006 zur Beschlussfassung vorzulegen.

Begründung:

Aufgrund der Möglichkeiten des Gewaltschutzgesetzes, der erhöhten Anforderungen für den Kinder- und Jugendschutz und der völlig ungenügenden Angebote zur Gewaltprävention ist ein Ausbau der Angebote zur Krisenintervention für von Gewalt bedrohte und misshandelte Kinder und Frauen erforderlich. Weiterhin sind Angebote zur Täterberatung erforderlich. Die bisher seitens der Landesregierung vorgelegten, nicht mit den freien und öffentlichen Trägern abgestimmten Überlegungen sind fachlich völlig unzureichend und dienen allein als Grundlage für willkürliche Kürzungen. Bettenbelegungen und Maximalentfernungen

1. Februar 2006

Vorabdruck verteilt am: 21. Dezember 2005 sind keine geeigneten Parameter zur Bedarfersmittlung. Obwohl Frauen und Kinder häufig von Gewalt und Missbrauch betroffen sind, ist seitens der Landesregierung bisher eine Verknüpfung des Kinder- und Jugendschutzes - insbesondere der Kinderschutzdienste mit den Frauenhäusern, Frauenschutzwohnungen, Frauenzentren und den Interventionsstellen nicht vorgenommen worden. Die im Entwurf des Haushaltsplanes vorgesehenen fachlich nicht nachvollziehbaren Kürzungen gefährden substanziell die noch vorhandene Unterstützungsstruktur für von Gewalt betroffenen Kindern und Frauen.

Für die Fraktion: Matschie