Ralf Witzel FDP hält fest auch seine Fraktion bleibe bei Ablehnung des

Chris Bollenbach (CDU) betont, da die Schlussfolgerungen von der SPD-Fraktion nicht geteilt werden könnten - Einführung des Umlagesystems, Abschaffung des Werkstattjahres -, werde die CDU-Fraktion den Antrag ablehnen.

Ralf Witzel (FDP) hält fest, auch seine Fraktion bleibe bei Ablehnung des Antrages.

Vieles an der Situationsbeschreibung sei richtig. Die Schlussfolgerungen seien falsch.

Der Ausschuss für Schule und Weiterbildung lehnt den Antrag Drucksache 14/1882 mit den Stimmen der CDU-Fraktion und der FDP-Fraktion gegen die Stimmen der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen bei Enthaltung der SPD-Fraktion ab.

(Wolfgang Große Brömer [SPD] übernimmt den Vorsitz.)

Das Verbundsystem Schule und Leistungssport ausbauen - kein Etikettenschwindel mit Sportschulen Antrag der Fraktion der SPD

Ute Schäfer (SPD) führt aus, Herr Peschkes habe in der Plenarsitzung am 28.09.2005 - vgl. Plenarprotokoll 14/9, Seite 780 f. - begründet, warum der Antrag von besonderer Bedeutung sei. In der Koalitionsvereinbarung werde der Begriff Sportschule verwendet. Demnächst solle es fünf neue Sportschulen geben. Das bedeute allerdings, dass allgemein bildende Schulen lediglich drei Pflichtstunden Sport mehr unterrichten müssten. Das bisherige Konzept der bewegungsfreudigen Schule dürfe nicht verwässert werden. Das sei eine Mogelpackung. Die sprachliche Unschärfe müsse zurückgenommen werden. In Nordrhein-Westfalen müssten die Schulen klar benannt werden, die sich dem Sport in besonderer Weise widmeten.

Ingrid Pieper-von Heiden (FDP) erklärt, die FDP-Fraktion werde den Antrag ablehnen.

Das System Leistungssport und Schule müsse fortgeführt und bereichert werden. Es bleibe bei den Sportschulen, wie in der Koalitionsvereinbarung vereinbart. Damit werde man auch die Sportlandschaft in den Schulen qualitativ aufwerten und dieses System ausbauen.

Sigrid Beer (GRÜNE) merkt an, der sportpolitische Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Dr. Michael Vesper, habe im Plenum dazu ausgeführt. Dank seines Sachverstands werde er jetzt Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbundes. Sie bitte, den Antrag zu unterstützen.

Klaus Kaiser (CDU) geht davon aus, dass Dr. Vesper an der Formulierung dieses Antrages nicht mitgewirkt habe. Auch wenn ein Prominenter künftig an vorderster Stelle für den Sport tätig werde - er wünsche ihm viel Erfolg dabei -, sei dieser Antrag nicht in direktem Kontext dazu zu sehen. Von einem Etikettenschwindel könne nicht die Rede sein. Im Gegenteil: Die Koalition der Erneuerung intensiviere den Verbund Schule und Leistungssport auch zukünftig. Seine Fraktion lehne den Antrag ab.

Der Ausschuss für Schule und Weiterbildung lehnt den Antrag der SPD-Fraktion Drucksache 14/286 mit den Stimmen der CDU-Fraktion und der FDP-Fraktion gegen die Stimmen der SPD-Fraktion und der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen ab.

3 Entwicklung von Lehrereinstellungsangeboten und Lehrereinstellungsbedarf in NRW 2006-2025

Günter Winands (MSW) schickt voraus, Ziel sei es, die zukünftige Situation zu prognostizieren, um die Lehrerausbildung so bedarfsgerecht zu gestalten, dass man nicht wieder in eine Mangelfachproblematik hineinrutsche, wie man sie derzeit habe.

Junge Leute müssten wissen, welche Fächer in naher Zukunft gesucht würden und welche nicht. Herr Frein werde gleich eine Powerpoint-Präsentation vortragen. Eine solche Prognose sei ein Novum. Wie jede Prognose basiere sie auf politischen Entscheidungen, in diesem Falle auf den politischen Entscheidungen der jetzigen Landesregierung. Aufgrund der jetzigen Datenlage habe man versucht, einen Überblick zu verschaffen.

Wenn man beispielsweise feststelle, dass künftig im Bereich der Grundschulen gute Einstellungschancen sein würden, dürfe man Empfehlungen trotzdem nur sehr vorsichtig aussprechen. Wenn aufgrund einer solchen Prognose viele für ein Lehramt in den Grundschulen studierten, könne sich die Situation wieder wenden. Man müsse allerdings auch den jungen Leuten sagen, wo voraussichtlich ein zu großes Angebot sein werde. Empfehlungen würden immer sehr vorsichtig gefasst, damit man nicht junge Leute in die falsche Richtung laufen lasse.

Regierungsrat Thomas Frein (Ministerium für Schule und Weiterbildung) trägt den Vortrag zum Lehrereinstellungsangebot und Lehrereinstellungsbedarf in Nordrhein Westfalen 2006-2025 als Powerpoint-Präsentation vor - vgl. Vorlage 14/706.

Sigrid Beer (GRÜNE) findet es gut, dass dieser Tagesordnungspunkt vorgezogen wird, weil er für den Haushalt einige Fragen aufwerfe. Der Haushalt passe nämlich gar nicht zu dem, was Herr Frein vortrage. Sie bitte, dass Herr Frein auch an der nächsten Sitzung teilnehme, damit vertiefende Fragen zum Haushalt gestellt werden könnten.

Ute Schäfer (SPD) erinnert daran, dass es auch vor 2005 bereits Broschüren des Ministeriums gegeben habe.