Finanzielle Sicherheit für das Theaterprojekt in der JVA Aachen

Seit vier Jahren gibt es in der Justizvollzugsanstalt Aachen ein sehr erfolgreiches Theaterprojekt für Häftlinge, unter der Leitung einer Theaterpädagogin.

Nach zahlreichen Proben finden jeweils zwei Aufführungen im Jahr statt, zu denen auch Presse und Publikum außerhalb der Haftanstalt eingeladen wird.

Für die Inhaftierten ist das Projekt eine seltene Gelegenheit mit künstlerischen Mitteln Kontakt zur Welt jenseits der Gefängnismauern zu bekommen und daher für die Resozialisierung von hoher Bedeutung.

Bislang finanzierte sich das Theaterprojekt aus Mitteln des Kulturfonds des Landesvollzugsamts (ca. 5.000 Euro), die restlichen Mittel wurden durch Sponsoren aufgebracht. Im Zuge von Einsparungen wurden die Mittel des Landesvollzugsamts gestrichen und Sponsorengelder bleiben aufgrund der Wirtschaftskrise zunehmend aus. Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich auf ca. 6.000 Euro.

Falls es nicht gelingt, die Finanzierung zu sichern, kann das Theaterprojekt in der JVA Aachen schon in diesem Jahr nicht mehr durchgeführt werden.

Welche Möglichkeit sieht die Landesregierung, die Finanzierung des Theaterprojekts aus Landesmitteln fortzusetzen?

Nach dem Bericht der Leiterin der Justizvollzugsanstalt Aachen sind die Kosten für das Projekt in den letzten Jahren im Wesentlichen aus Spendengeldern beglichen worden.

Eine Finanzierung des Theaterprojektes aus Haushaltsmitteln ginge zu Lasten vorrangiger Behandlungsmaßnahmen, die aus demselben Titel zu finanzieren sind.