Zukunft des Kleingartenwesens

Kleingärten als wichtiger Bestandteil des städtischen Gefüges werden von dem demographischen Wandel betroffen sein:

Auf die Städte in NRW kommt nach Jahren des Wachstums ein noch nie da gewesener Schrumpfungsprozess zu. Dies hat zur Folge, dass das urbane Leben sowohl in städtebaulicher wie in sozialer Hinsicht neu konzipiert und entwickelt werden muss, um ein Leben in der Stadt auch für junge Familien oder Menschen mit geringem Verdienst noch lebenswert zu machen.

Dies gilt auch für die älter werdenden Mitbürger/innen. Um deren Lebensqualität auch im höheren Alter noch zu gewährleisten, bedarf dies einer entsprechenden Umfeldgestaltung.

Die Aufgaben im Hinblick auf die zu integrierenden Mitbürger/innen mit Migrationshintergrund werden sich in der Zukunft erheblich ausweiten.

Durch diese veränderten Rahmenbedingungen stellen sich den kleingärtnerischen Organisationen neue Probleme.

Vor diesem Hintergrund stellen sich uns folgende Fragen:

1. Welche Aufgaben und Gestaltungsperspektiven sieht die Landesregierung auf das in der Verfassung des Landes NRW erwähnte Kleingartenwesen zukommen?

2. Sieht die Landesregierung die Notwendigkeit, mit Hilfe einer qualifizierten Studie unter Mithilfe der Kleingärtnerverbände die mögliche Neuausrichtung des Kleingartenwesens erarbeiten zu lassen?

3. Welche Vorstellungen hat die Landesregierung in Bezug auf die mittelfristigen Bereitstellungen von finanziellen Mittel zur Förderung des Kleingartenwesens?

4. Welche zusätzlichen Hilfen will die Landesregierung bereitstellen, um die Folgen der demographischen Veränderungen im Kleingartenwesen zu mildern?

5. Wie soll die anerkennenswerte ehrenamtliche Arbeit im Kleingartenwesen dauerhaft unterstützt werden?