Einsatz des Pestizids Roundup in NRW

Das von der Firma Monsanto vertriebene Pestizid Roundup enthält neben dem Herbizid Glyphosat den Wirkstoff Tallowamin, der dafür sorgt, dass das Herbizid in die Blätter der Pflanzen eindringt. Roundup ist das meist verkaufte Pestizid der Welt.

Forscher der Universität Pittsbourgh haben in einem Versuch herausgefunden, dass das Pestizid eine tödliche Wirkung für Amphibien hat, wenn sie damit in Berührung kommen. Die Giftigkeit bestand nicht nur, wenn das Pestizid direkt ins Wasser gelangte, sondern auch, wenn es sich vorher im Boden verteilte. Dem Versuch lag eine übliche Anwendungsdosis zu Grunde, die in der Gebrauchsanweisung empfohlen wurde. Es wird vermutet, dass das weit verbreitete Pestizid zu dem in den vergangenen Jahren beobachteten auffälligen Artenrückgang bei Amphibien beiträgt.

Vor diesem Hintergrund frage ich die Landesregierung:

1. Wie bewertet die Landesregierung die Gefährdung der Amphibien durch das Pestizid Roundup in NRW?

2. In welchen Mengen und wo wird Roundup in NRW eingesetzt?

3. Wie kann die Landesregierung darauf hin wirken, dass Roundup in NRW durch ein für Amphibien unschädlichen Stoff ersetzt wird?

4. In welcher Weise sorgt die Landesregierung dafür, dass auf Landes- und Bundesebene die Forschung zur Risikobewertung bzw. zum Einsatz alternativer, für Amphibien und die Umwelt unschädlicher Stoffe sowie ein Verbot des Pestizids Roundup vorangetrieben wird?

5. Welche Anstrengungen unternimmt die Landesregierung, um die Landwirtinnen und Landwirte in NRW über das Risikopotential von Roundup für Amphibien zu informieren?