JVA

Datum des Originals: 02.05.2006/Ausgegeben: 02.05.

Neben Maßnahmen der Aufklärung, Prävention und Repression sind es vor allem die therapeutischen Hilfen für Drogenabhängige, die deutlich machen, dass Sucht eine Krankheit und kein Straftatbestand ist. Das Angebote umfasst ein differenziertes und zielgruppenspezifisches Bündel an Maßnahmen von Hilfsangeboten für Schwerstdrogenabhängigen, über Präventionsmaßnahmen für Frauen bis zu Aufklärungskampagnen über Alkopops.

Die Freie Wohlfahrtspflege hat ein nahezu flächendeckendes, ausdifferenziertes und vernetztes Hilfesystem für Menschen aufgebaut, die von Sucht betroffen sind. Durch die Kürzungen der Mittel für die Bekämpfung der Suchtgefahren sind landesweit ca. 100 Personalstellen betroffen. Vor dem Hintergrund der angespannten Finanzsituation der kommunalen Haushalte können wegfallende Landesmittel nicht durch kommunale Mittel kompensiert werden, zumal bereits in der Vergangenheit kommunale Kürzungen hingenommen werden mussten. Die geplanten Einsparungen gefährden deshalb nicht nur den innovativen Teil der Landessuchtpolitik, sondern auch die Standards der Regelversorgung.

Die bisher aus Mitteln des MAGS finanzierte externe Drogenberatung in den JVAs sollte in Zukunft allerdings vollständig aus dem Etat des Justizministerium finanziert werden.