Aktuelle Lehrereinstellungspraxis der Landesregierung in Essen

Bei ihrem Besuch der Schmachtenbergschule in Essen Kettwig am 22.08.05 erklärte die Ministerin für Schule, Frau Barbara Sommer, dass in Essen von den 977 Lehrerinnen und Lehrer, die zum Schuljahresbeginn eingestellt worden sind, 24 Lehrerinnen und Lehrer Essener Schulen zugewiesen wurden. Gegenüber der Essener Presse erklärte die Ministerin, dass leider keine Grund- und Hauptschulen in Essen berücksichtigt werden konnten. Außerdem erläuterte sie, dass viele der bisherigen "Springer" im Geld-statt-Stellen-Programm jetzt feste Stellen irgendwo in NRW angenommen haben. Wörtlich wird sie in der WAZ-Essen vom 23.08.05 zitiert: "Das mag für einzelne Schulen ein Problem sein. Aber die Lücke wird sich schnell schließen. Der Markt für Lehrer ist groß."

Wir fragen daher die Landesregierung:

1. Welchen Schulen, welchen Schulformen in Essen wurden die erwähnten 24 Lehrkräfte zugeteilt?

2. Warum wurden diese Schulen berücksichtigt?

3. Wie viele dieser Lehrkräfte hatten vorher einen befristeten Arbeitsvertrag über Geld statt Stellen oder den Vertretungspool in Grundschulen bzw. als Elternzeitvertretung oder ähnliches?

4. Wann können die Schulen in Essen, die nicht berücksichtigt werden konnten, insbesondere Hauptschulen und Gesamtschulen, mit einer Zuteilung von weiteren Lehrkräften rechnen?

5. Teilt die Landesregierung die zitierte Einschätzung von Ministerin Sommer, dass der Markt für Lehrer groß ist?