Wird die Werteerziehung nur in christlichen Häusern erbracht?

Die Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen hat am 20. April 2006 die beiden Kirchen und ihre Wohlfahrtsverbände zu ihrem Bündnis für Erziehung eingeladen. Damit lässt sie nicht nur den Zentralrat der Muslime, den Zentralrat der Juden, die Arbeiterwohlfahrt u.a.

Wohlfahrtsverbände außen vor, sondern auch die Lehrerverbände und andere Einrichtungen in unserem Land, die sich für die Erziehung von unseren Kindern und Jugendlichen einsetzen.

Vor diesem Hintergrund frage ich:

1. Wie beurteilt die Landesregierung die Ausgrenzung und bewusste Diskriminierung der Muslime, Juden, freien Wohlfahrtsverbände (Arbeiterwohlfahrt etc), Lehrerverbände?

2. Vertritt die Landesregierung ebenfalls die Auffassung, dass eine Werteerziehung nur auf der Basis christlicher Vorstellungen durch die Kirchen und ihre Wohlfahrtsverbände (Caritas und Diakonie) erarbeitet werden soll?

3. Wie sieht die Landesregierung vor diesem Hintergrund die im Grundgesetz verankerte Religionsfreiheit?

4. Ist die Landesregierung der Auffassung, dass in den Kindertagesstätten der freien Wohlfahrtspflege unseren Kindern die christlichen Werte nicht vermittelt werden?