Aktuelle Lehrereinstellungspraxis der Landesregierung im Rhein-Sieg-Kreis

Die Landesregierung hat zum neuen Schuljahr 977 Lehrerinnen und Lehrer eingestellt.

Nachdem in der Vergangenheit zu 95 Prozent schulscharfe Einstellungen vorgenommen wurden, wurden diesmal im Top-Down-Verfahren den Schulen die Lehrer zugewiesen. Während die Zuweisung in den Grundschulen scheinbar reibungslos verlief, treten in den weiterführenden Schulen Zweifel an der Zweckmäßigkeit des gewählten Verfahrens auf, da anscheinend nach dem Prinzip "Quantität vor Qualität" gehandelt wurde. Dies belegt auch folgendes Zitat von Ministerin Sommer aus der Welt am Sonntag vom 14. August 2005: "Eine Schule bekommt einen Deutschlehrer, obwohl gerade die Zahl der Deutschlehrer reicht.

Aber möglicherweise geht im nächsten Jahr eine Deutschlehrerin weg. Als Schulleiter kann ich ein Mangelfach verwalten durch Versetzungen, durch Abordnungen im Laufe eines Jahres. Aber wenn ich die Chance erhalte, einen zusätzlichen Lehrer ins Kollegium aufzunehmen, dann greife ich doch freudig zu."

Wir fragen daher die Landesregierung:

1. Wie viele dieser 977 Lehrerstellen wurden im Rhein-Sieg-Kreis in den einzelnen Schulen der jeweiligen Schulformen - nach Kommunen aufgeschlüsselt -zugewiesen?

2. Welche Fächerkombinationen haben diese Lehrerinnen und Lehrer im Rhein-SiegKreis - nach Kommunen aufgeschlüsselt - an den einzelnen Schulen der jeweiligen Schulformen?

3. Wie viele dieser Lehrkräfte hatten vorher einen befristeten Arbeitsvertrag über Geld statt Stellen oder den Vertretungspool in Grundschulen bzw. als Elternzeitvertretung oder ähnliches?

4. Wie viele Ersatzeinstellungen für ausgeschiedene Lehrkräfte wurden im Rhein-SiegKreis - nach Kommunen aufgeschlüsselt - in den einzelnen Schulen der jeweiligen Schulformen zum 1. August 2005 vorgenommen?

5. Welches Stellen-Soll und Stellen-Ist weisen jetzt die einzelnen Schulen der jeweiligen Schulformen im Rhein-Sieg-Kreis auf und wie haben sich diese im Vergleich zum Vorjahr entwickelt?