Lernferien

In den Osterferien hat die Landesregierung 100 versetzungsgefährdete Schülerinnen und Schüler in die "Lernferien" geschickt. Laut Medienberichten ist das Ziel, dass die Jugendlichen ihre Lernkrise überwinden und doch noch den Sprung in die nächste Klasse schaffen können. Die Ministerin habe - so die WAZ am 15. März 2008 - hohe Erwartungen an das Projekt. Sie habe sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, innerhalb der nächsten vier Jahre die Zahl der Sitzenbleiber zu halbieren.

Vor diesem Hintergrund frage ich daher die Landesregierung:

1. Aus welcher Schulform haben wie viele Schülerinnen und Schüler an den ersten "Lernferien" teilgenommen?

2. Wie viele der akut versetzungsgefährdeten Schülerinnen und Schüler wurden versetzt?

3. Welche Ergebnisse hat die Auswertung des Projektes ergeben?

4. Wird das Projekt fortgesetzt?

5. Falls ja, wie viele Schülerinnen und Schüler können an den nächsten Lernferien teilnehmen?

Antwort der Ministerin für Schule und Weiterbildung vom 31. Juli 2008 namens der Landesregierung:

Zur Frage 1:

Von 100 angemeldeten Schülerinnen und Schülern haben aus den Schulformen Hauptschule 30, Realschule 26, Gesamtschule 14 und Gymnasium 22 Schülerinnen und Schüler teilgenommen.

Zu den Fragen 2 und 3:

Zur Versetzung der Schülerinnen und Schüler, die an den „LernFerien NRW" teilgenommen haben, kann erst nach Abschluss der Nachprüfungen eine Aussage erfolgen.

Der Abschlussbericht der wissenschaftlichen Begleitung der „LernFerien NRW" 2008 wird voraussichtlich im Oktober vorliegen.

Zur Frage 4:

Ja.

Zur Frage 5:

Über die Zahl der Schülerinnen und Schüler, die die Möglichkeit einer Teilnahme an den „LernFerien NRW" 2009 erhalten, soll nach Vorlage des Abschlussberichts der o. g. wissenschaftlichen Begleitung entschieden werden.