Nachgehakt: Ausfall von Religionsunterricht in NRW

Die Antwort der Landesregierung (Drucksache 14/7204) zu meiner Kleinen Anfrage (Drucksache 14/2598) zum Thema "Ausfall von Religionsunterricht in NRW" vom 17. Juni 2008 ist leider mehr als unbefriedigend. Zwar heißt es dort, dass die Landesregierung den Verfassungsauftrag, Religionsunterricht an Schulen anzubieten, sehr ernst nehme, jedoch nicht in der Lage sei, fachspezifische und auf Regionen heruntergebrochene Daten vorzulegen. Es kann also nicht in angemessener Form nachvollzogen werden, inwieweit die Landesregierung ihrer Pflicht nachkommt.

Als Grund hierfür gibt die Landesregierung an, dass die zur Verfügung stehenden Zahlen lediglich aus den Daten von weniger als 1% der in Nordrhein-Westfalen ansässigen Schulen ermittelt wurden. Deshalb erscheint es mir sinnvoll, wenn mehr Schulen erfasst werden würden, um fächer- und regionalscharf Daten erfassen zu können.

Vor diesem Hintergrund frage ich die Landesregierung:

1. Wann beabsichtigt die Landesregierung die Zahlen fächerscharf zu erfassen?

2. Hat die Landesregierung die Kirchen über die Ergebnisse der jährlichen Stichprobe informiert?

3. Liegen den einzelnen Bezirksregierungen nicht spezifische Zahlen für die jeweiligen Regierungsbezirke vor?

4. Wie viele Krankheitstage gab es bei Lehrern im Jahr 2007 (in Prozent)?

5. Geht die Landesregierung davon aus, dass bei einem krankheitsbedingten Ausfalls einer Religionslehrerin oder eines Religionslehrers der Ersatzunterricht auch Religion ist?