Geschlechtergerechte Drogen- und Suchtpolitik in NRW voranbringen!

Der Antrag der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN - Drucksache 14/7836 - wurde ohne Debatte einstimmig durch das Plenum am 12. November 2008 zur Beratung an den Ausschuss für Frauenpolitik - federführend - sowie an den Ausschuss für Arbeit, Gesundheit und Soziales überwiesen. Beratung und Abstimmung sollen nach Vorlage der Beschlussempfehlung des federführenden Ausschusses erfolgen.

Mit dem Antrag wird festgestellt, dass Nordrhein-Westfalen große Defizite hinsichtlich einer geschlechtsspezifischen Herangehensweise in der Drogen- und Suchtarbeit wie auch in der Suchthilfepolitik aufweist. Es fehlen zum Beispiel:

· geschlechterdifferenzierte Daten über Stand und Entwicklung der Suchthilfe in NRW

· Angebote zur Sensibilisierung von Entscheidungsträgern und Mitarbeitenden in Suchthilfeeinrichtungen, um die Berücksichtigung geschlechtsdifferenzierter Aspekte zu gewährleisten

· geschlechtsspezifische Präventionsangebote im Elementarbereich

· geschlechterdifferenzierte kultursensible Angebote

· Angebote für alte Frauen und Männer im Bereich der Prävention als auch der Behandlung Daher wird die Landesregierung aufgefordert, ein Handlungskonzept "Geschlechtergerechte Drogen- und Suchtpolitik" zu entwickeln und dem Landtag bis Oktober 2009 vorzulegen.

B Beratungen im federführenden Ausschuss:

In seiner Sitzung am 11. Dezember 2008 beschließt der federführende Ausschuss für Frauenpolitik, eine öffentliche Anhörung von Sachverständigen zu dem Antrag durchzuführen.

Die Anhörung findet am 26. März 2009 gemeinsam mit dem Ausschuss für Arbeit, Gesundheit und Soziales statt. Dazu erstellen die Fraktionen einen Fragenkatalog, der von den eingeladenen Sachverständigen schriftlich beantwortet wird. Folgende Stellungnahmen gehen ein.