Auffanggesellschaft für Arcandor-Beschäftigte nur in Bayern?

Dem Vernehmen nach haben im September in Fürth Gespräche stattgefunden, an denen neben dem Quelle-Insolvenzverwalter Dr. Nerlich auch der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Bayerischen Landtag, Franz Maget sowie die beiden Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly (Nürnberg) und Dr. Thomas Jung (Fürth) teilgenommen haben. Dem Vernehmen nach ist beabsichtigt, den vom Arbeitsplatzabbau betroffenen 1.800 Quelle-Mitarbeitern in Bayern mit der Gründung einer Auffanggesellschaft zu helfen und sie vor Arbeitslosigkeit zu bewahren.

Die hierzu durch das Land erforderlichen Mittel sollen im Laufe des Herbstes im Bayerischen Nachtragshaushalt bereitgestellt werden. Darauf habe sich die SPD-Fraktion im bayerischen Landtag und die Bayerische Staatskanzlei verständigt.

Vor diesem Hintergrund frage ich die Landesregierung:

1. Sind der nordrhein-westfälischen Landesregierung die bayerischen Bemühungen um die Gründung einer Auffanggesellschaft bekannt?

2. Befindet sich die Landesregierung im Kontakt mit der bayerischen Staatsregierung, um eine Übertragbarkeit des bayerischen Modells auf Nordrhein-Westfalen zu prüfen?

3. Beabsichtigt die Landesregierung, die nordrhein-westfälischen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer genau so zu unterstützen, wie die bayerische Staatsregierung dies zu tun beabsichtigt?