Migration

126. Welche Maßnahmen plant die Landesregierung, um im Bereich der schulischen sowie außerschulischen Bildung die Benachteiligung gleichgeschlechtlich orientierter Jugendlicher abzubauen sowie deren Potenziale und ein Klima gegenseitiger Anerkennung und Wertschätzung zu fördern?

127. Beabsichtigt die Landesregierung, sich für die Aufnahme des Themas „sexuelle Identität und Orientierung" in die Rahmenrichtlinien für die Ausbildung aller pädagogischen und sozialpädagogischen Berufe einzusetzen? Wenn ja, wie und wann wird dies geschehen?

Wenn nein, warum nicht?

128. Welche Maßnahmen ergreift die Landesregierung, um Gewaltbereitschaft gegenüber lesbischen und schwulen Jugendlichen zu reduzieren und antihomosexueller Gewalt präventiv entgegenzuwirken und Opfern von Gewalt Beratung und Hilfe zukommen zu lassen?

XV. Jugendliche und Sport

Welche Erkenntnisse hat die Landesregierung über die sportlichen Aktivitäten, Vereinmitgliedschaften, die körperlich-sportliche Leistungsfähigkeit und den Gesundheitszustand Jugendlicher im Vergleich zu früheren Generationen (aufgeschlüsselt nach Geschlecht und Migrationshintergrund)?

Hält die Landesregierung die institutionellen Sportangebote von Schulen, Vereinen und kommerziellen Anbietern in Bezug auf die qualitative und quantitative Nachfrage für angemessen?

131. In welcher Weise fördert die Landesregierung Sport für die Jugend?

a. Hält die Landesregierung die Bundeswettbewerbe „Jugend trainiert für Olympia" und „Bundesjugendspiele" für zeitgemäße Formen der sportlichen Förderung von Jugendlichen?

b. Gibt es Überlegungen für innovative Veränderungen dieser Bundeswettbewerbe bzw. gibt es völlig neue Ansätze in diesem Bereich?

132. Wie wird die Landesregierung die Sportjugend NRW und andere Jugendsportverbände künftig fördern?

133. Ist eine geschlechtsspezifische Angebotsentwicklung gerade auch für die bisher unterrepräsentierten Mädchen mit Migrationshintergrund ein Förderkriterium für die Landesregierung?

134. In welcher Form wird die Landesregierung sportlichen Jugendaustausch generell als Beitrag zur Völkerverständigung fördern?

135. Wie beurteilt die Landesregierung den Ist-Stand der Schwimmfähigkeit der Jugendlichen in NRW angesichts von Problemen bei der Ausstattung mit Schwimmsportstätten und Fachlehrern?

136. Welche Bedeutung misst die Landesregierung der Rolle des Schulsports bei der Hinführung zum lebenslangen Sporttreiben zu und mit welcher umfassenden Konzeption unterstützt sie die notwendige Entwicklung in NRW?

137. Für die Gewinnung des Nachwuchses für die Sportlehrkräfte ist ein attraktiver und qualitativ hochwertiger Sportunterricht in der gymnasialen Oberstufe von großer Bedeutung. Was unternimmt die Landesregierung damit der Sportunterricht in der gymnasialen Oberstufe Zuspruch bei den Schülerinnen und Schülern findet und wieder ein attraktives Abiturfach wird?

138. Was empfiehlt die Landesregierung den Sportvereinen, die sich im Rahmen der Vereinsentwicklung für die Zielgruppe Jugend öffnen wollen?

Welche Unterstützungsmöglichkeiten werden den Sportvereinen in NRW geboten, die sich um Unterstützung für ihre Vereinsentwicklung bemühen?

139. Auch im Jugendsport sind die Schattenseiten unserer Gesellschaft sichtbar: Gewalt, Rassismus, Drogen, Doping. Durch welche Anstrengungen hat die Landesregierung bisher eine umfassende Präventionsarbeit betrieben bzw. eine solche auf den Weg gebracht?

Welche Sportarten wurden hierzu ausgewählt (nach Geschlecht und Migrationshintergrund getrennt)?

Welche Maßnahmen plant die Landesregierung, um die Beteiligung von Sportvereinen an der Gestaltung von Ganztagsschulen zu fördern?

XVI. Jugendliche und Gesundheit

Welche Erkenntnisse hat die Landesregierung zum Zusammenhang zwischen der gesundheitlichen Situation von weiblichen und männlichen Jugendlichen und ihrer jeweiligen sozialen Lage?

Wie bewertet die Landesregierung diese Erkenntnisse und welche Maßnahmen für weibliche und männliche Jugendliche insbesondere zur gesundheitlichen Aufklärung leitet die Landesregierung daraus ab?

142. Hat die Landesregierung Kenntnis darüber, wie hoch der Anteil Jugendlicher ist ­ aufgeschlüsselt nach Geschlecht, Migrationshintergrund und besuchtem Schultyp ­ die die im Sozialgesetzbuch V vorgesehene Jugendvorsorgeuntersuchung (J 1) wahrnehmen?

a. Gibt es Daten darüber, welche Gesundheitsbeeinträchtigungen die Jugendlichen in diesen Untersuchungen aufweisen?

b. Gibt es Hinweise darauf, dass sich im Zeitverlauf die Häufigkeit verschiedener Krankheitsarten verändert hat?

143. Welche Maßnahmen ergreift die Landesregierung, um Familien, Kinder und Jugendliche bei der Gesundheitsprävention besser zu erreichen und um das Lebensumfeld der Familien stärker bei der Gesundheitsförderung mit einzubeziehen?

144. Wie können die Zugangswege zu den Präventions- und Unterstützungsangeboten insbesondere für Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien und Familien mit Migrationsgeschichte verbessert werden?

145. In wie weit sieht die Landesregierung die Notwendigkeit die gesundheitliche Versorgung von Kindern in jungen Familien insbesondere unter Einbeziehung früher Hilfen zu verbessern?

146. Welche Unterstützung bietet die Landesregierung Mädchen und Jungen, die sexuelle und/oder häusliche Gewalt erfahren und was tut sie zur Prävention?

Welche Erkenntnisse hat die Landesregierung über die Nachfrage nach Beratungsangeboten von/für Mädchen und Jungen, die Opfer von sexueller oder häuslicher Gewalt geworden sind?

147. Welche Kenntnisse hat die Landesregierung darüber, wie hoch der Anteil Jugendlicher unter den Versicherten ist, die Präventionsleistungen der Krankenkassen nach Art. 20 Abs. 1 Sozialgesetzbuch V in Anspruch nehmen?

148. Welche Maßnahmen hält die Landesregierung für notwendig, um für Kinder und Jugendliche ein gesundes Wohn- und Lebensumfeld zu ermöglichen und Umweltbelastungen entgegenzuwirken.

149. Welchen Stellenwert misst die Landesregierung dabei einer kindgerechten Stadt- und Wohnquartiergestaltung zu?

Welche Maßnahmen sollten hierzu vor Ort umgesetzt werden?

150. Welche Erkenntnisse hat die Landesregierung zur Wirksamkeit des Jugendschutzes

a. beim Verkauf von Tabakwaren an Automaten?

b. beim Verkauf von Tabakwaren und alkoholischen Getränken in Gaststätten und sonstigen Verkaufsstellen?

Wie bewertet die Landesregierung diese Erkenntnisse und was leitet sie daraus ab?

151. Welche konkreten Maßnahmen plant die Landesregierung, um

a. das Suchtrisiko bei weiblichen und männlichen Jugendlichen in Bezug auf alkoholische und Tabak-Drogen zu verringern?

b. den hohen Anteil vor allem männlicher Jugendlicher mit riskanten Konsummustern bei alkoholischen Drogen („Rauschtrinken") und den in diesem Bereich steigenden Anteil weiblicher Jugendlicher zu senken?

c. den Trend zu einem niedrigeren Einstiegsalter beim Konsum weicher Drogen zu stoppen?

d. den Trend zu einem niedrigeren Einstiegsalter beim Konsum harter Drogen zu stoppen?

e. den Trend zu riskanteren Mustern beim Konsum harter und weicher Drogen zu stoppen?

f. dem "Koma-Saufen" bei Jugendlichen entgegenzuwirken?

g. das Suchtrisiko bei weiblichen und männlichen Jugendlichen bezüglich Computerspielen, insbesondere so genannten Online-Rollenspielen, zu verringern?

h. den Anteil der Jugendlichen mit einem gestörten Essverhalten zu verringern?

152. Welche Daten liegen der Landesregierung vor über die Entwicklung psychischer, psychosomatischer und neurologischer Auffälligkeiten unter Jugendlichen ­ aufgeschlüsselt nach der Art der Auffälligkeit, Geschlecht, Alter und Migrationshintergrund?

Welche Erkenntnisse hat die Landesregierung dazu, inwiefern diese Probleme rechtzeitig und angemessen diagnostiziert und behandelt werden?

Welcher Handlungsbedarf ergibt sich für die Landesregierung aus diesen Daten?