Wir kann dem zunehmenden Gebrauch und den damit verbundenen negativen Folgen von Psychopharmaka entgegengewirkt

153. In wie weit sieht die Landesregierung Möglichkeiten den Ursachen der psychischen Erkrankungen entgegenzuwirken?

154. Wir kann dem zunehmenden Gebrauch und den damit verbundenen negativen Folgen von Psychopharmaka entgegengewirkt werden?

155. In wie weit muss die Zusammenarbeit von Akteuren und Einrichtungen der Kinder- und Jugendpsychiatrie mit denen der Jugendhilfe, den Schulen und der Familienhilfe verbessert und die Lebenswelt der betroffenen Familien in die psychosoziale Versorgung stärker einbezogen und berücksichtigt werden?

156. Wie arbeiten die verschiedenen Ressorts der Landesregierung beim Thema Übergewichtsprävention zusammen? Mit welchen konkreten Projekten will die Landesregierung hierbei auf die Wechselwirkung zwischen Ernährungs-, Bewegungs- und Stressverhalten eingehen?

157. Wie viele (Ganztags-) Schulen haben den Schwerpunkt Gesundheitsförderung und gesunde Ernährung in ihr Schulprofil aufgenommen und bieten eine gesunde Mittagsverpflegung bzw. ein gesundes Pausenfrühstück an?

Wie viele Schulen davon sind als „Gut Drauf"- Schulen zertifiziert?

Inwieweit soll Gesundheits- und Ernährungsaufklärung in den Lehr- und Ausbildungsplänen verankert werden?

158. Ist die Landesregierung bereit, die Einführung von Nährstoffprofilen auf Lebensmittelverpackungen als Beitrag zur Steuerung eines gesunden Ernährungsverhaltens zu fördern, um vor allem auch Jugendlichen einen schnelle Orientierung und damit den Zugang zu einer gesunden Lebensmittelauswahl zu erleichtern?

Wenn nein, warum nicht?

Wenn ja, wie?

159. Wie bewertet die Landesregierung den Kenntnisstand und die Verhaltenskonsequenzen bei weiblichen und männlichen Jugendlichen über die Verhütung ungewollter Schwangerschaften?

Welche Konsequenzen zieht die Landesregierung daraus?

160. Was tut die Landesregierung, um Kinder- und Jugendliche in einer gesunden, selbstbestimmten, eigenverantwortlichen sexuellen Entwicklung zu fördern und zu begleiten?

161. Fast nirgendwo treffen unterschiedliche Kulturen, Werte und religiös motivierte Haltungen so aufeinander wie beim Umgang mit Sexualität/Aufklärung. Welche Fortbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen gibt es im Bereich interkultureller Sexualpädagogik, wie häufig werden sie angeboten und wie schätzt die Landesregierung den tatsächlichen Bedarf hierfür ein?

162. Wie beurteilt die Landesregierung den sinkenden Aufklärungsgrad Jugendlicher bezüglich der Gefahren sexuell übertragbarer Krankheiten, insbesondere HIV/AIDS und welchen konkreten Handlungsbedarf sieht sie, um Jugendliche verstärkt vor HIV/AIDS-Infektionen zu schützen?

163. In wie weit muss die AIDS-Prävention weiterentwickelt werden, um stärker als bisher auch jüngere Personengruppen mit Informations- und Beratungsangeboten erreichen zu können?

XVII. Jugendliche mit Behinderung

Wie beurteilt die Landesregierung die Ausbildungssituation von weiblichen und männlichen Jugendlichen mit Behinderung und welche Konzepte (ebenso aufgeschlüsselt nach Geschlechtern) verfolgt sie, um den Zugang zu betrieblicher Ausbildung für Jugendliche mit Behinderung zu fördern?

165. Welche konkreten Maßnahmen plant oder unternimmt die Landesregierung für die Integration weiblicher und männlicher Jugendlicher mit Behinderungen in den Arbeitsmarkt?

166. Wie bewertet die Landesregierung die aktuellen Eingliederungsstrategien der Bundesagentur für Arbeit für Jugendliche mit Behinderungen?

Werden die vorhandenen Instrumente und Einrichtungen (Berufsberatung, Integrationsfachdienste, Berufsbildungswerke) aus Sicht der Landesregierung in ausreichendem Umfang genutzt?

167. Welche konkreten Maßnahmen plant oder unternimmt die Landesregierung, um die gesellschaftliche und politische Partizipation von weiblichen und männlichen Jugendlichen mit Behinderung zu fördern?

168. Welche konkreten Maßnahmen plant oder unternimmt die Landesregierung, um Diskriminierungen gegenüber behinderten Jugendlichen abzubauen, sowie Selbstbestimmung und ein Klima der Wertschätzung und Anerkennung zu fördern?

169. Welche Schnittstellenprobleme sieht die Landesregierung zwischen den Systemen der Kinder- und Jugendhilfe, Behindertenhilfe und Gesundheitsförderung mit ihren je eigenen Finanzierungsstrukturen?

170. Wie bewertet die Landesregierung die derzeitige Vernetzung und Zusammenarbeit der Angebote der Behindertenhilfe, der Gesundheitshilfe und der Jugendhilfe?

Welche Verbesserungen sind notwendig?

171. Was wäre aus Sicht der Landesregierung notwendig, um die Teilhabe von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen zu verbessern?

172. In welchem Ausmaß sind Mädchen mit Behinderung und Mädchen ohne Behinderung von sexuellen Übergriffen betroffen?

Falls Mädchen mit Behinderung in einem höheren Ausmaß betroffen sein sollten, welche Maßnahmen hält die Landesregierung für möglich und umsetzbar?

173. Welche Konsequenzen zieht die Landesregierung aus der Ratifizierung der UNKonvention für Menschen mit Behinderung bezogen auf Jugendliche mit Behinderung in Nordrhein-Westfalen?

174. Welche Maßnahmen will die Landesregierung ergreifen, um die Versorgungsrechte von Kindern und Jugendlichen entsprechend der UN-Konvention umzusetzen und hierbei insbesondere

­ das Recht auf einen angemessenen Lebensstandard und die Sicherung eines Existenzminimums (Artikel 27)

­ das Recht auf soziale Integration von Kindern mit Behinderung (Artikel 23)

­ das Recht auf Leistungen der sozialen Sicherheit (Artikel 26)

­ das Recht auf Gesundheit (Artikel 24)

­ das Recht auf Bildung im Sinne einer inklusiven Bildungslandschaft (Artikel 28, 29)

­ das Recht auf Freizeit, Spiel und kulturelle Betätigung (Artikel 31)

­ sowie den Schutz und Unterstützung von Flüchtlingskindern (Artikel 22)

­ den Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen und -diensten (Artikel 18, Abs. 2 u.3)

­ die Sicherung der Qualitätsstandards der Betreuung und Unterbringung (Artikel 3)

­ die Rehabilitation und Reintegration von Kindern als Opfer von Gewalt oder Ausbeutung (Artikel 39) zu berücksichtigen?

XVIII. Jugendliche und Altersvorsorge

Welche Erkenntnisse liegen der Landesregierung zum Vertrauen von weiblichen und männlichen Jugendlichen in den Generationenvertrag vor?

Welche Konsequenzen zieht die Landesregierung aus diesen Erkenntnissen?

176. Sind Jugendliche nach Einschätzung der Landesregierung in ausreichendem Maße über die Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung und den Bedarf eigener zusätzlicher Altersvorsorge informiert?

a. Falls ja, worauf stützt sie diese Annahme?

b. Falls nein, welchen Handlungsbedarf sieht die Landesregierung in diesem Bereich und wie will sie dem nachkommen?

177. Wie viele junge Menschen unter 25 Jahren, aufgeschlüsselt nach Geschlecht und Migrationshintergrund, haben seit Einführung der so genannten Riester-Rente bereits bei Beginn ihrer Ausbildung oder dem Einstieg in das Berufsleben hiervon Gebrauch gemacht?

178. Welche arbeits- und gesellschaftspolitischen Maßnahmen hält die Landesregierung langfristig für notwendig, um einer Altersarmut für die heutige Generation der Kinder und Jugendlichen entgegenwirken zu können?