Absolventen

243. Durch welche Maßnahmen plant die Landesregierung, das Engagement von Jugendlichen mit Migrationshintergrund zur Bewahrung und Förderung der Kultur und Sprache ihres Herkunftslandes bzw. das ihrer Eltern zu unterstützen?

244. Welche einzelnen Kinder- und Jugendtheater erhalten eine finanzielle Förderung des Landes, in welcher Höhe, nach welchen Kriterien und mit welchen pädagogischen Zielen?

XXV. Jugendliche und Delinquenz

Wie schätzt die Landesregierung den Erfolg des Jugendstrafrechts angesichts einer seit Jahren rückläufigen Zahl tatverdächtigter Kinder und einem gleich bleibenden Niveau tatverdächtiger Jugendlicher ein?

246. Welche Konzepte hat die Landesregierung, um Jugendliche als Opfer ­ insbesondere von Delikten an Schutzbefohlenen ­ stärker zu schützen?

247. Wie bewertet die Landesregierung das Instrument des Täter-Opfer-Ausgleichs?

Wie will die Landesregierung den Einsatz des Täter-Opfer-Ausgleichs weiter fördern, falls sie zu einer positiven Bewertung gelangt?

248. Welche Konzepte hat die Landesregierung, um die Entstehung von Kriminalität unter Jugendlichen präventiv zu verhindern und inwiefern berücksichtigt sie dabei, dass Kriminalität in der weitaus größten Zahl der Fälle ein lediglich vorübergehendes Phänomen unter Jugendlichen darstellt?

249. Die gängigen Angebote der Gewaltprävention für Jugendliche sind überwiegend geschlechtsneutral. Dabei gibt es kaum ein Thema, bei dem die geschlechtstypischen Ausprägungen so deutlich sind, wie bei diesem.

Welche Maßnahmen will die Landesregierung ergreifen, damit Angebote zur Gewaltprävention stärker geschlechtsspezifisch gestaltet werden?

250. Welche Konzepte hat die Landesregierung, um die Resozialisierung und Reintegration jugendlicher Straftäterinnen und Straftäter zu fördern und ihnen Teilhabechancen in der Gesellschaft zu eröffnen?

251. Wie stellt sich die Landesregierung die tatsächliche Gewährleistung der Interessenvertretung der Jugendhilfe in gerichtlichen Verfahren und Strafverfahren gegen Jugendliche im Rahmen der Jugendgerichtshilfe vor?

252. Wie schätzt die Landesregierung den Erfolg der Jugendstrafe als Sanktionsmittel angesichts hoher Rückfallquoten ein?

253. Hält die Landesregierung angesichts der Ablehnung in Wissenschaft und Praxis die nachträgliche Sicherungsverwahrung für Jugendliche mit den Leitgedanken des Jugendstrafrechts (Erziehung, Eingliederung und Rückfallvermeidung) für vereinbar?

254. Wie bewertet die Landesregierung die im politischen Raum (z.B. "Wiesbadener Erklärung der CDU vom 05.01.2008) immer wieder geforderte Änderung des Aufenthaltsrechts, wonach der Ausweisungsschutz für delinquente ausländische Jugendliche zurückgefahren werden soll?

255. Wie viele Jugendliche haben jeweils in den Jahren seit 1998 ­ aufgeschlüsselt nach Alter, Geschlecht, Migrationshintergrund ­ eine Jugendstrafe verbüßt?

256. Wie viele Jugendliche, die seit 1998 eine Jugendstrafe verbüßt haben oder verbüßen, haben ­ nach Geschlecht und Migrationshintergrund aufgeschlüsselt ­ vor Strafantritt bereits einen Schulabschluss erworben?

257. Wie viele Jugendstrafvollzugsanstalten verfügen über die Möglichkeit, jugendlichen Straftäterinnen und Straftäter zu einem Schulabschluss oder einer Ausbildung zu verhelfen und wie hoch ist jeweils der Anteil erfolgreicher Absolventinnen und Absolventen?

258. Wie bewertet die Landesregierung Projekte zur Haftvermeidung?

Welchen Bedarf für Haftvermeidungsprojekte sieht die Landesregierung?

259. Wie bewertet die Landesregierung die geschlossene Unterbringung von schwierigen und häufig delinquenten Kindern und Jugendlichen grundsätzlich?

260. Welche Erfahrungen liegen der Landesregierung von Unterbringungen für häufig delinquente Jugendliche vor, die mit sozialpädagogisch betreuten Intensivgruppen arbeiten, wie z. B. dem "Haus Ausblick" der Kaiserswerther Diakonie in Bedburg-Hau?

261. Wann werden die von Jugendminister Laschet im Januar 2008 angekündigten weiteren Einrichtungen dieser Art ihren Betrieb aufnehmen?

Welche weiteren Einrichtungen dieser Art gibt es bereits in NRW, insbesondere für Jugendliche ab 16 Jahren?

Wie unterstützt die Landesregierung die Schaffung?

XXVI. Jugendliche und Rechtsextremismus

Wie hat sich die Zahl politisch motivierter Straftaten von rechtsradikalen Jugendlichen seit 1998 entwickelt?

263. Wie viele Jugendliche (getrennt nach Geschlechtern) gehören rechtsextremen Gruppierungen an?

Wie hat sich diese Anzahl (ebenso aufgeschlüsselt nach Geschlechtern) seit 1998 entwickelt?

264. Worin sieht die Landesregierung Ursachen für den anhaltenden Zuspruch mancher Jugendlicher zu rechtsextremen Gruppierungen und Organisationen?

265. Teilt die Landesregierung die Auffassung, dass unter Jugendlichen teils verbreitete Gefühl von Perspektivlosigkeit, Passivität und Ratlosigkeit mitursächlich für den großen Zuspruch zu rechtsextremem Gedankengut sein kann?

Wenn ja, was möchte sie dagegen unternehmen?

266. Welche Maßnahmen hat die Landesregierung umgesetzt, um Rechtsextremismus unter Jugendlichen nachhaltig und flächendeckend zu begegnen?

267. Welche Erkenntnisse hat die Landesregierung über die Ursachen rechtsextremistische Haltungen von Mädchen und wie verbreitet diese sind?

Gibt es spezielle konzeptionelle Ansätze zur Bekämpfung von Rechtsextremismus bei Mädchen/jungen Frauen und wenn ja, welche?

268. Welche konkreten Maßnahmen plant die Landesregierung, um unsere demokratische, anerkennende und rechtsstaatliche Kultur unter Jugendlichen zu festigen?

Wie werden dabei langfristig arbeitende zivilgesellschaftliche Akteure wie Vereine, Verbände, Kirchen oder Gewerkschaften unterstützt?

269. Welche Pläne hat die Landesregierung, um bei weiteren Aktivitäten zur Bekämpfung von Rechtsextremismus die Perspektive jugendlicher Opfer angemessen zu berücksichtigen?

XXVII. Forschungsinitiativen über Jugendliche

Welche Forschungsinitiativen plant die Landesregierung in Bereich der Kinder- und Jugendhilfe?

271. Welche Forschungsergebnisse liegen der Landesregierung zu den Effekten ganztägiger Bildung, Betreuung und Erziehung sowie der vorschulischen Sprachförderung vor?

Welche Konsequenzen zieht sie daraus?

272. Inwiefern plant die Landesregierung, die Einrichtung und unabhängige Evaluation von Modellversuchen zu fördern, um eine umfassende flächendeckende Einführung ganztägiger Bildungs-, Betreuungs- und Erziehungsangebote vorzubereiten?

273. Welche Maßnahmen zur Unterstützung und Förderung einer Systematisierung und Qualifizierung von Daten und Instrumenten einer bildungsbezogenen Sozialberichterstattung bei Bund, Ländern und Gemeinden plant die Landesregierung?

274. An welchen internationalen Bildungsstudien sollen die Bildungseinrichtungen in NRW nach Auffassung der Landesregierung in den kommenden Jahren teilnehmen?

275. Wie will die Landesregierung die Umsetzung der aus den Ergebnissen dieser Bildungsstudien resultierenden Konsequenzen sicherstellen?

276. Welche Forschungsprojekte plant die Landesregierung zur Erforschung von Problemen beim Übergang Schule/Beruf bzw. zur Verbesserung Ausbildungslage für alle Jugendlichen?

277. Plant die Landesregierung eine umfassende und repräsentative Bestandsaufnahme zur Lebenssituation von Jugendlichen mit Migrationshintergrund?

Falls nein, warum nicht?