Integration

Der Finanzierungsschlüssel beträgt in der Regel 50 : 50; bei Forschungsmuseen wird nur der Forschungsanteil gemeinsam finanziert.

Die auf Nordrhein-Westfalen entfallenen zweckgebundenen Zuweisungen des Bundes für Betriebs- und Investitionskosten werden bei Kapitel 06 030 Titel 231 11 und 331 11 veranschlagt.

Für die WGL-Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen werden ohne die als Landeseinrichtungen geführten Institute (Kapitel 06 070 und 06 072) mit einem jährlichen Zuschussbedarf von rund 47 Mio. EUR gefördert.

Die Einrichtungen der WGL werden gemäß Vereinbarung in der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern (GWK) mindestens alle 7 Jahre evaluiert. Hierbei wird auf ein unabhängiges neutrales Verfahren großen Wert gelegt. Vorbereitet und begleitet wird das Verfahren vom Senatsausschuss Evaluierung (SAE) der WGL. Dem SAE gehören Vertreter der Zuwendungsgeber, des Senats und unabhängige Wissenschaftler an.

Zur Steigerung des Wettbewerbs innerhalb der Leibniz-Gemeinschaft und zur Qualitätssicherung wird diesen außeruniversitären Einrichtungen ermöglicht, sich um Drittmittel ­ insbesondere von der DFG ­ zu bemühen. Dazu wurde das Verfahren der Allgemeinen Forschungsförderung der DFG für die Einrichtungen geöffnet. Für die dafür erforderliche Aufstockung des Haushalts der DFG werden 2,5% des verhandelten Zuschussbedarfs der teilnehmenden Einrichtungen direkt an die DFG ausgezahlt.

Forschungsförderung Kapitel 06 040

Titelgruppe 73 ­ Förderung außeruniversitärer Forschungsinstitute Haushaltsjahr 2009 2008

Ansatz 13.841.100 EUR 14.031.100 EUR

Diese Institute sind ein wichtiger Faktor für den schnellen Transfer von Wissen und Technologie in die Gesellschaft bzw. in die Wirtschaft. Mit den Finanzmitteln werden die Forschungsinstitute nach Erfolgskriterien unterstützt. Entsprechend dem Grundsatz „Stärken stärken" sollen diese in verbesserte strukturelle Rahmenbedingungen eingepasst werden. Einsparungen sind damit grundsätzlich nicht verbunden.

Im Hinblick auf die Erfolgskriterien werden nachfolgende Strategien verfolgt: Einstellung der Grundförderung und Umstellung auf ausschließlich Projektförderung Vorbereitung der Aufnahme in die überregionale Forschungsförderung

Weiterhin Grundförderung durch das Land Integration in eine Hochschule.

Die konkreten Strategieziele für die einzelnen Institute decken sich im Wesentlichen mit dem Ergebnis eines aktuellen Prüfberichts des Landesrechnungshofs, der in dessen Jahresbericht eingeflossen ist.

Zur Vorbereitung der Integration einzelner Institute in Hochschulen ist ein entsprechender Haushaltsvermerk ausgebracht, der eine Mittelverlagerung in die Hochschulkapitel ermöglicht.

Die Grundförderung für die Stiftung Zentrum für Türkeistudien (ZfT) wird mit dem Haushalt 2009 beim MGFFI kostenneutral gebündelt. Im Rahmen der ressortübergreifenden Mittelverlagerung wurde der bislang vom MIWFT als Grundförderung gewährte Betrag von 190.000 EUR in den Einzelplan des MGFFI verlagert.

Die Institute beschäftigen insgesamt mehr als 900 hochqualifizierte Mitarbeiter/innen.

Das IBT wird aufgrund vertraglicher Regelungen allein vom Land finanziert. Im Mittelpunkt der Forschungs- und Entwicklungsarbeiten des Instituts steht die Entwicklung biotechnologischer Verfahren zur Herstellung von Pharmaprodukten und Feinchemikalien. Diese Forschungs- und Entwicklungsarbeiten umfassen sowohl grundlagenorientierte als auch anwendungsbezogene Themen. Ferner werden reaktionstechnische und verfahrentechnische Arbeiten für eine möglichst optimale Nutzung von Enzymen, Mikroorganismen und tierischen Zellkulturen ausgeführt.

Damit ist das IBT einer der Eckpfeiler der "Weißen Biotechnologie" in Nordrhein-Westfalen und in Deutschland.

Im Kontext der Errichtung des Gesundheitscampus Nordrhein-Westfalen ist der Aufbau eines international bedeutenden Proteinforschungszentrums geplant. Aufbauend auf bereits betriebener, einschlägiger Grundlagenforschung am Standort Bochum soll die grundlagenorientierte Proteinforschung nicht nur in Nordrhein-Westfalen, sondern auch im Euregio-Raum kooperativ

­ unter Einbindung klinischer Forschergruppen und weiterer Partner ­ vernetzt werden. Ziel ist, durch Analyse von Proteininteraktionen sowohl zu Biomarkern für Screenings als auch zu molekularen Therapieansätzen zu gelangen, die auch für die Versorgung von Patienten eine Rolle spielen werden.