Patent

Aus Studienbeiträgen, Drittmitteln und sonstigen Mitteln finanzierte Professuren sowie sonstige Stellen sind nicht erfasst.

Die zum 01.01.2002 gegründete Fachhochschule Südwestfalen bietet an ihren vier Standorten Hagen, Iserlohn, Meschede und Soest ein breites Spektrum praxisorientierter Bachelorstudiengänge sowie anwendungsbezogene Masterstudiengänge an, die den Studierenden je nach Neigung und Begabung unterschiedliche Vertiefungen ermöglichen.

Sie sieht sich in einer besonderen regionalen Verantwortung für jeden ihrer Standorte und deren Umland. Die Orientierung und Ausstrahlung des Fachbereichs Agrarwirtschaft erstreckt sich bis in benachbarte Bundesländer. Neue, zukunftsträchtige Studienangebote sind die Studiengänge Bio- und Nanotechnologien, Automotive sowie Design- und Projektmanagement. Der Informatikbereich mit den Studiengängen Angewandte Informatik, Wirtschaftsinformatik, Technische Informatik und Computer Vision & Computational Intelligence wurde aus den vorhandenen Ressourcen aufgebaut. Internationale Studienangebote bestehen z. B. mit dem englischsprachigen Masterstudiengang Electronic Systems and Engineering Management sowie mit dem englischsprachigen Bachelorstudiengang Business Administration with Informatics.

Lehre

Bei der Entwicklung und Realisierung von Verbundstudiengängen kommt der Hochschule mit dem angegliederten Institut für Verbundstudien der Fachhochschulen Nordrhein-Westfalen eine wichtige Rolle zu. Die sechs Verbundstudiengänge sind auf Erwartungen und Fähigkeiten berufstätiger Studierender und auf die Anforderungen der Industrie ausgerichtet. So wurden beispielsweise die ausbildungs- und berufsbegleitenden Verbundstudiengänge Maschinenbau, Mechatronik und Elektrotechnik durch eine Anschubfinanzierung seitens der Arbeitgeberverbände gefördert.

Der Wissenstransfer erfolgt insbesondere mit dem von der Hochschule entwickelten Kooperativen Modell. Es beruht auf einem Vertrag zwischen Studierenden und Unternehmen, der durch die Hochschule initiiert wird. Die Studierenden werden so frühzeitig in die zum Teil global agierenden Unternehmen eingebunden und erhalten hervorragende Entwicklungs- und Aufstiegschancen.

Die Hochschule hat das Modell des Franchising gemäß § 66 Abs. 5 HG aufgegriffen und arbeitet mit Bildungseinrichtungen zusammen, die auf die Hochschulprüfung in gleichwertiger Weise vorbereiten. Dies geschieht seit geraumer Zeit bereits mit dem Studiengang Wirtschaft. Seit dem Wintersemester 2006/2007 sind auch ingenieurwissenschaftliche Studiengänge in das Modell einbezogen. Sie tritt dabei als Qualitätssicherer auf.

Der Prozess der Umstellung der Studiengänge auf die neuen Bachelor-/Master-Strukturen konnte zum WS 2007/2008 abgeschlossen werden.

Forschung

In den Bereichen Forschung und Entwicklung ist die Kompetenz aller vier Standorte anerkannt, was auch die eingeworbenen Drittmittel belegen. Auf dem Gebiet der Forschung zeichnen sie der Anwendungsbezug sowie die intensive Zusammenarbeit mit der Industrie und anderen Partnern aus. Die Hochschule liefert als Forschungslabor dieser Unternehmen einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der mittelständisch geprägten Region. Die Forschung ist Grundlage für die fortlaufende Aktualisierung des Lehrangebots. Die Kooperationen bieten interessante Felder für die Studierenden im Rahmen von Projekten und Abschlussarbeiten. Sie hat die Kompetenzplattformen Korrosionsschutz sowie Computer Vision based on Computational Intelligence eingerichtet und ist außerdem gemeinsam mit der FH Münster an der Kompetenzplattform der FH Gelsenkirchen Nanoskalige Materialien und funktionale Schichten beteiligt.

Profilbereiche der Hochschule sind darüber hinaus:

Neue Werkstoffe (einschließlich Kunststofftechnik und nanoskalige Materialien) Umwelt- und Energieforschung Nachhaltige Landwirtschaft Supply Chain Management.

Transfer und Kooperationen Wissens- und Technologietransfer wird besonders über die An-Institute, das SteinbeisTransferzentrum in Meschede und das Institut für Technologie- und Wissenstransfer im Kreis Soest e.V. (TWS) gefördert. Transferleistungen werden auch durch die Mitarbeit in den Regionalagenturen und zugehörigen Arbeitskreisen und durch Kooperationen mit Verbänden wie beispielsweise der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen erbracht. Die Hochschule fördert eine Kultur der Selbständigkeit. In jedem Semester werden fakultätsübergreifende Lehr- und Weiterbildungsveranstaltungen zu Gründungsthemen angeboten. Die Hochschule beteiligt sich an dem Patentverbund PROvendis und pflegt neben Kooperationen mit nordrhein-westfälischen Partnerhochschulen z. B. im Verbundstudium und in den KOPF-Projekten zahlreiche Kooperationen mit Partnerhochschulen innerhalb und außerhalb Europas, teilweise mit der Möglichkeit eines doppelten akademischen Grades. Es bestehen Kooperationen mit den Kammern u.a. mit dem Ziel, den Know-how-Transfer zwischen Wirtschaft und Wissenschaft auf dem Gebiet der IT-Sicherheit zu intensivieren und zu fördern. Der Fachbereich Agrarwirtschaft arbeitet mit einschlägigen Organisationen und Institutionen in Nordrhein-Westfalen sowie in anderen Bundesländern und auf Bundesebene zusammen. Die Hochschule ist an der InnovationsAllianz beteiligt und erarbeitet gegenwärtig ein Konzept für den Technologietransfer auf privatrechtlicher Basis.

Studienbeiträge

Die Hochschule erhebt seit dem WS 2006/2007 Studienbeiträge in Höhe von 500 EUR pro Semester, für Verbundstudiengänge wegen der längeren Regelstudienzeit 350 EUR pro Semester.

Investitionen

Die Mittel bei Titel 894 30 sind für folgende Maßnahmen veranschlagt: Ausbau des hochschulinternen Rechnernetzes (Gesamtkosten 4,1 Mio. EUR) 500.000 EUR