Krankenversorgung

MIWFT - 216 (Epl. 06) lichkeiten zur Einnahmesteigerung zu prüfen. So sollen vermehrt studienvorbereitende Sprachkurse eingerichtet, das Angebot an Sommer- und Intensivkursen erweitert und zusätzliche Sprachprüfungen angeboten werden. Zur Erzielung von Synergieeffekten sollen Kooperationen mit benachbarten Hochschulen und anderen Einrichtungen eingegangen bzw. bestehende Kooperationen ausgebaut werden.

Mehr Sprachangebote in der vorlesungsfreien Zeit

Die Universitäten haben einhellig die Anregung des LRH begrüßt, Sprachunterricht vermehrt in der vorlesungsfreien Zeit anzubieten. Die bisher gemachten Erfahrungen zeigten, dass entsprechende Angebote von den Studierenden angenommen würden. Auf diese Weise könne der immer problematischer werdenden Raumsituation während des Semesters entgegengewirkt werden. Einige Hochschulen haben allerdings darauf hingewiesen, dass die Studienstrukturen den Studierenden nur begrenzt Möglichkeiten einräumten, Sprachkurse in der vorlesungsfreien Zeit zu besuchen.

Weiteres Verfahren

Der LRH hat das Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie über die Ergebnisse der Prüfung sowie den Schriftwechsel mit den Universitäten informiert und hinsichtlich der Frage einer Einstellung von Bachelor-Absolventen als Lektorinnen und Lektoren um Stellungnahme ersucht.

Der Schriftwechsel ist noch nicht abgeschlossen.

- MIWFT (Epl. 06) 21 Organisation und Wirtschaftsführung von Laboreinheiten der Universitätsklinika des Landes Nordrhein-Westfalen

Der Landesrechnungshof hat sich in einer Untersuchung mit der Organisation und Wirtschaftsführung von Laboreinheiten mit Aufgaben in der Krankenversorgung auseinander gesetzt. Hierzu hat er Erhebungen zur Leistungsdokumentation angestellt, die Aufwendungen für den Laborbedarf ermittelt, gleichartige Untersuchungen in unterschiedlichen Laboreinheiten festgestellt und die Effizienz der Zentrallabore miteinander verglichen.

Als Ergebnis der Untersuchung hat er den Universitätsklinika empfohlen, die Leistungsdokumentation zu verbessern, Laborleistungen soweit wie möglich zu zentralisieren und gleichartige Untersuchungen zurückzuführen.

Alle Universitätsklinika haben Maßnahmen zur Optimierung der Organisation und Wirtschaftsführung ihrer Laboreinheiten getroffen und insbesondere vom Landesrechnungshof aufgezeigte Defizite bei der Leistungsdokumentation behoben. Wo dies medizinisch möglich ist, werden Laborleistungen zentralisiert und gleichartige Untersuchungen abgebaut. Beides hat bereits zu deutlichen Kostensenkungen geführt. Auch die Effizienz der Zentrallabore ist durch strukturelle Änderungen verbessert worden.

Ausgangslage

Alle Universitätsklinika (UK) in Nordrhein-Westfalen betreiben zentrale und dezentrale Laboreinheiten in unterschiedlicher Anzahl und Größe. Zentrale Laboreinheiten bearbeiten Aufträge und Untersuchungen der Institute und Kliniken des gesamten UK. Es handelt sich hierbei um die - 218 (Epl. 06) heiten für die Bereiche Klinische Chemie (Zentrallabor genannt), Pathologie, Neuropathologie, Humangenetik, Mikrobiologie und Virologie. Dezentrale Laboreinheiten führen labortechnische Untersuchungen im Wesentlichen für das eigene Institut oder die eigene Klinik durch.

Der Landesrechnungshof (LRH) hat sich im Rahmen einer Querschnittsprüfung mit der Organisation und Wirtschaftsführung der Laboreinheiten der UK befasst. Er hat sich hierbei auf die Laborleistungen beschränkt, die im Rahmen der Krankenversorgung erbracht wurden. Seine Erhebungen umfassten die Jahre 2005 bis 2007.

Der LRH hatte zunächst jedem UK die seinen Standort betreffenden Feststellungen schriftlich mitgeteilt. Danach hat er seine Erkenntnisse in einem Gesamtbericht an alle UK und das Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie (MIWFT) zusammengefasst. Die UK haben hierzu Stellung genommen.

Feststellungen und Empfehlungen des Landesrechnungshofs

Der LRH hat im Rahmen seiner Prüfung die folgenden Feststellungen und Empfehlungen mitgeteilt.

Leistungsdokumentation

Bei allen UK mangelte es - mehr oder weniger - an einer einheitlich organisierten und vollständigen Erfassung der Laborleistungen. Dies war vor allem darauf zurückzuführen, dass die UK in den Laboreinheiten ganz überwiegend über keine einheitlichen DV-gestützten Dokumentationssysteme zur Leistungserfassung verfügten. Lediglich die zentralen Laboreinheiten, in jedem Fall die Zentrallabore, konnten auf solche Systeme zurückgreifen.