Vollzeitäquivalente

Dies habe zu einer Verringerung der Sachkosten von 2007 bis 2009 um rund 400.000 geführt. Weiterhin seien die Vollzeitäquivalente im Zentrallabor über die Jahre 2007 bis 2009 von 55,86 auf 48,82 reduziert worden, was bei den Personalkosten zu einer Einsparung von mehr als 300.000 geführt habe.

Dem UK Essen erschienen die Ergebnisse des LRH hinsichtlich des Personalaufwands im Zentrallabor problematisch. Denn die vom LRH auf der Basis der Kostendurchschnittssätze des Finanzministeriums errechneten Personalkosten zeigten erhebliche Abweichungen nach oben vom tatsächlichen Personalaufwand.

Laut UK Bonn hat der LRH zwecks Berechnung des Personalbestandes im Zentrallabor die gemäß Kostenstellenplan angegebenen Kostenstellen des Institutes für Klinische Chemie und Pharmakologie zugrunde gelegt.

Diese Kostenstellen bezögen sich jedoch auf das gesamte Institut. Dadurch seien neben dem Zentrallabor weitere Funktionsbereiche in die Betrachtung einbezogen worden, die nicht dem Zentrallabor zugeschlagen werden könnten. Darüber hinaus sei auch auf der Kostenstelle des Zentrallabors nach Krankenversorgung sowie Forschung und Lehre zu differenzieren. Das UK Bonn räume diesbezüglich ein, dass seine nach Vorgaben des LRH gemachten Angaben nicht eindeutig genug gewesen seien. Das UK Bonn legt sodann auf der vom ihm neu ermittelten Datengrundlage - Kostenstelle Zentrallabor (Krankenversorgung) ­ und unter Berücksichtigung der tatsächlichen Personalkosten dar, dass sich hinsichtlich des Personalaufwands je GOÄ-Punkt im Jahr 2007 eine Differenz von 0,0078 ergebe, um die der vom LRH berechnete Wert für den Personalaufwand zu hoch ausgewiesen worden sei.

Erwiderung des Landesrechnungshofs:

Der LRH hat die an allen Standorten getroffenen Maßnahmen zur Optimierung der Organisation und Wirtschaftsführung der Labore zur Kenntnis genommen. Er begrüßt insbesondere die Maßnahmen zur Beseitigung der aufgezeigten Defizite bei der Leistungsdokumentation. Erfreulich sind auch die von allen UK belegte stärkere Zentralisierung von Laborleistungen und der Abbau von Parallelbestimmungen, die zu deutlichen Kostensenkungen führten. Auch die von nahezu allen UK aufgezeigten Strukturveränderungen im Bereich der Zentrallabore brachten wirtschaftliche Verbesserungen.

Der LRH hat auf der Grundlage der Ausführungen des UK Essen den Personalaufwand je GOÄ-Punkt nachberechnet. Danach ist der Summenwert aus Personalaufwand je GOÄ-Punkt und Aufwendungen für Laborbedarf je GOÄ-Punkt in anzupassen. Die Summenwerte für Essen in den Jahren 2005 bis 2007 betragen: 0,0159, 0,0118 und 0,0126. In der Gesamtbetrachtung führt dies dazu, dass sich der Abstand des Spitzenreiters Essen zu den übrigen UK vergrößert. Der LRH hat dieser Berechnung allerdings wiederum aus Gründen der Vergleichbarkeit die Personalkostendurchschnittssätze des Finanzministeriums zugrunde gelegt. Bei Einbeziehung der tatsächlichen Personalkosten würden die Summenwerte für Essen noch günstiger ausfallen.

Auch das Vorbringen des UK Bonn hat der LRH aufgegriffen. Zunächst hat er die weitere Betrachtung auf die vom UK Bonn als einzig relevant bezeichnete Kostenstelle beschränkt. Damit verbessern sich die Summenwerte für die Jahre 2005 bis 2007 mit 0,0265, 0,0260 und 0,0284 deutlich. Die vom UK Bonn angegebenen Anteile für Forschung und Lehre hat der LRH allerdings nicht herausgerechnet, weil insoweit eine exakte Differenzierung nach einheitlichen Kriterien für alle UK nicht vorgenommen werden konnte. Um die Vergleichbarkeit der Daten zu gewährleisten, wurde daher jeweils das gesamte der relevanten Kostenstelle Zentrallabor zugeordnete Personal vollständig berücksichtigt. Ingesamt muss aber festgehalten werden, dass auch auf der Grundlage der modifizierten Werte das UK Bonn nach wie vor deutlich hinter den wertgünstigsten UK zurückbleibt.

Die Prüfungsverfahren sind noch nicht abgeschlossen.