Insolvenz

Schuldner- und Insolvenzberatung in Nordrhein-Westfalen akut gefährdet?

Die Verbraucherzentrale NRW klagt über unzureichende Kapazitäten und defizitäre Finanzierungen von Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatungen. Eine frühzeitige Beratung und/oder präventive Arbeit - auch im Hinblick auf die Vermeidung existenzieller Risiken für die Verbraucherinnen und Verbraucher und der Vermeidung von Inanspruchnahme von Transferleistungen ­ ist nach Aussage der Verbraucherzentrale NRW kaum möglich. Vor dem Hintergrund eines erhöhten Beratungsbedarfs und steigender Insolvenzanträge gestaltet sich die Lage besonders kritisch. Die Verbraucherberatungen in NRW sind auch in Einzelbereichen wie bei Energieschulden von Verbrauchern stark gefordert.

Vor diesem Hintergrund frage ich die Landesregierung:

1. Wie viele vom Land geförderte Beratungsstellen der Verbraucherinsolvenz- und Schuldnerberatung allgemein sowie der Beratung bei Energiekostenschulden im Speziellen gibt es in den Kreisen in Nordrhein-Westfalen?

2. Wie sind die Mittel der Sparkassenverbände für die Schuldnerberatung im Jahr 2010 verteilt worden (bitte nach Kreisen aufgeschlüsselt angeben)?

3. Welche Kreise/Städte fördern Beratungsangebote der Schuldnerberatung, Verbraucherinsolvenz- oder Energieschuldenberatung mit eigenen Mitteln?

4. Was beabsichtigt die Landesregierung zur Verbesserung der Situation der Träger der Verbraucherinsolvenz- und Schuldnerberatung zu tun?

5. Aus welchen Haushaltspositionen des Landes wurden in welcher Höhe die Schuldnerund Insolvenzberatung sowie die Beratung von säumigen Energiekunden gefördert?