Migration

Zwei-Klassen Medizin bei der Versorgung von Menschen in Großstädten und im ländlichen Raum?

In diesem Jahr steht eine neue Bedarfsplanung sowohl bei den Krankenhäusern als auch bei der ambulanten medizinischen Versorgung auf der politischen Agenda in

Die unterschiedlichen Wartezeiten von Patienten je nach Region auf bestimmte Arzttermine oder Untersuchungen im Krankenhaus zeigen die Notwendigkeit eines passgenaueren Angebots. Derzeit scheinen Patienten in ländlichen Regionen nicht nur aufgrund aktueller Probleme wie dem Ärztemangel, sondern auch aufgrund der derzeitigen Bedarfsplanung deutlich benachteiligt zu sein.

Dabei sollte jedem Patienten, egal ob er in der Großstadt oder auf dem Land lebt, in Nordrhein-Westfalen die Tür zu einer qualitativ hochwertigen medizinischen Versorgung gleichermaßen offenstehen.

Ich frage daher die Landesregierung:

1. Wie hoch ist die Lebenserwartung von Frauen und Männern in den einzelnen Städten und Gemeinden in Nordrhein-Westfalen?

2. Welche Unterschiede gibt es in Erkrankungshäufigkeit und Sterblichkeit zwischen Bewohnern von ländlichen Gebieten und Großstädtern insbesondere bei Diabetes, Krebserkrankungen und psychischen Erkrankungen?

3. Bei welchen Erkrankungen haben die Faktoren Urbanität (Geburt in der Stadt oder auf dem Land), Migration (Aufenthalt in einem Land, in dem man geboren wurde oder nicht) sowie der soziale Status Auswirkungen auf die Erkrankungshäufigkeit oder Sterblichkeit?

4. In welchem Ausmaß spielen die Sterblichkeit als auch die Krankheitshäufigkeit in einzelnen Regionen in Nordrhein-Westfalen bei der Versorgungsplanung eine Rolle?

5. Welche Probleme gibt es bei der Erhebung, Auswertung und korrekten Einschätzung dieser Daten als Grundlage für eine passgenaue Planung der Gesundheitsversorgung für die Bürger in Nordrhein-Westfalen?