Weg von den Bankern, hin zu den Bürgern wann zieht Landesregierung ins Ruhrgebiet?

Nordrhein-Westfalen hat rund 18 Millionen Einwohner. Ca. 5 Millionen davon leben im Ruhrgebiet, rund 600.000 in der Landeshauptstadt, der Rest verteilt sich.

Mehrfach hat nun der Düsseldorfer Oberbürgermeister deutlich gemacht, dass er dennoch davon überzeugt ist, Düsseldorf auch ohne Funktion als Landeshauptstadt oder aber als autonome Region führen zu können. So nahm er lieber an der Eröffnungsfeier eines auf der Königsallee teil, als bei einem von ihm selbst mitveranstalteten parlamentarischen Abend. Zudem wurde er in der Bild-Zeitung vom 9. Februar mit den Worten Wir haben mit denen (also den Bewohnerinnen und Bewohnern des Ruhrgebiets) keine Berührungspunkte. Gelsenkirchen, das ist doch eine ganz andere Welt zitiert. Auch das Zitat: Düsseldorf braucht das Land nicht, aber das Land Düsseldorf soll vor offiziellen Vertretern bei der Weltausstellung in Shanghai gefallen sein.

Vor diesem Hintergrund frage ich die Landesregierung:

1. Teilt die Landesregierung die Einschätzung, dass Düsseldorf und der Rest von NRW durch Welten getrennt sind?

2. Wäre es dann nicht folgerichtig, die Landesregierung in das industrielle Herz von NRW, das zuletzt durch die Kulturhauptstadt weltweite Anerkennung und Bekanntheit erlangt hat, zu verlegen, um Düsseldorf von der Bürde Landeshauptstadt zu sein, zu erlösen?

3. Würde die Landesregierung einen Umzug des Parlaments in das Ruhrgebiet unter dem Motto ­ weg von den Bankern, hin zu den Bürgern - begrüßen?