Finanzierung von Freizeitangeboten für behinderte Menschen

Im Rahmen von freiwilligen Leistungen war es dem Landschaftsverband Rheinland bislang möglich, Freizeitfahrten für Bewohnerinnen und Bewohner in Heilpädagogischen Netzwerken mit 55,50 pro Tag für maximal 12 Tage im Jahr zu fördern und zu unterstützen. Für viele behinderte Menschen konnten nur mit diesen Zuschüssen Ferienfahrten finanziert werden.

Diese Leistungen wurden nun gestrichen. Dies würde dazu führen, dass keine Freizeitfahrten mehr stattfinden könnten. Die positiven Erfahrungen und motivierenden Erlebnisse würden für diese Personengruppe dann wegfallen.

Vorbemerkung der Landesregierung:

Nach Rücksprache mit dem Landschaftsverband Rheinland (LVR) beantworte ich die Kleine Anfrage zu den Fragen 1 bis 4 wie folgt:

1. Ist dem Sozialminister die Problematik bekannt?

2. Wie beurteilt der Minister die Streichung der Mittel?

3. Beabsichtigt der Minister für Arbeit, Integration und Soziales die finanziellen Einbußen anderweitig auszugleichen?

4. Kann eine Stiftung des Landes Abhilfe schaffen? Wenn ja, welche?

Die in Rede stehenden Leistungen für Bewohnerinnen und Bewohner in Heilpädagogischen Netzwerken werden nach Mitteilung des LVR nicht ersatzlos gestrichen.

Der LVR erarbeitet derzeit ein Konzept zur Förderung von inklusiven Projekten und individuellen Freizeit- und Ferienmaßnahmen, auch für die Bewohnerinnen und Bewohner der Netzwerke Heilpädagogischer Hilfen. Ziel ist es, auch Freizeitangebote für nicht im Heim lebende Menschen zu fördern.

Die Zielsetzungen der bisher institutionell und individuell geförderten Freizeitangebote im ambulanten Bereich und der Ferienmaßnahmen im stationären Bereich sollen in dem neuen Konzept zusammenfließen.

Diese Förderung soll bei den örtlich vorhandenen Kontakt-/Koordinations-/Beratungsangeboten und den Sozialpsychiatrischen Zentren (SPZ) angesiedelt und durch den Landschaftsverband Rheinland abgewickelt werden.