Zwangsversetzung von Lehrkräften im Grundschulbereich

Die CDU/FDP-geführte Landesregierung hat mit ihrer Schulpolitik in den Jahren 2005 bis 2010 dafür gesorgt, dass mit der Neuanstellung von ca. 8000 Lehrern die Lehrerversorgung wesentlich verbessert wurde. Insbesondere bei der Lehrerversorgung im Grundschulbereich hat das dazu geführt, dass sich die Situation bei der individuellen Förderung, der Krankenvertretungen und beim garantierten Unterricht stark verbessert hat.

Nach Informationen aus dem Schulbereich versetzt die rot-grüne Landesregierung über die Bezirksregierungen Lehrkräfte gegen ihren Willen in andere Kreise. Diese Praxis reißt nicht nur Löcher in die Unterrichtsversorgung und in die Lehrerkollegien an den durch die Versetzungen betroffenen Grundschulen, sondern führt zu einer großen Unsicherheit und Unzufriedenheit in der Lehrerschaft.

Daher frage ich die Landesregierung:

1. Trifft es zu, dass mit Wirkung zum 1. Februar 2011 unter anderem aus dem Kreis Coesfeld Lehrer in die umliegenden Kreise gegen ihren Willen versetzt werden sollten?

2. Wie viele Lehrkräfte sind zum Februar 2011 in die nahegelegene Stadt Münster mit Zustimmung, bzw. in den weiter entfernten Kreis Recklinghausen nur in Form der Abordnung versetzt worden, weil keine Zustimmung der betroffenen Lehrkräfte erreicht werden konnte?

3. Ist zum kommenden Schuljahr geplant, weitere Grundschullehrer auf dem Weg der Versetzung oder der Abordnung in anderen Kreisen einzusetzen?

4. Trifft es zu, dass diese Versetzungen nur aufgrund statistischer Daten vorgenommen werden, obwohl sie im bestehenden System des Grundschulbereiches gebraucht werden, zur individuellen Förderung, zur Förderung von LRS zur Vollversorgung mit Unterricht durch Vertretungsmöglichkeit bei krankheitsbedingten Ausfällen?

5. Wie viele Lehrkräfte sollen nach Planungen der Landesregierung im Laufe des Jahres 2011 noch aus dem Kreis Coesfeld u. a. in den Kreis Borken, in den Kreis Recklinghausen und nach Münster versetzt werden?